26.11.2012 In En-Dor gefundene Dokumente, die den Weg in die Zwischen-/Anderwelt weisen

 

Vom Weg

Fünf Schritte sind es, mit den du die Grenzen der Sphären überschreitest.

 

Lege Kleidung und alle Gegenstände ab, die du bei dir trägst.

Wasche dich und rasiere deinen Körper so gut es dir möglich ist.

Faste wenn möglich einen vollen Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Gebe die Essenz des Silbers in die Wasser der Lethe. Es löst sich langsam auf und geht wie Nebel innerhalb von wenigen Minuten ohne Umweg in die Anderwelt über, dies ist vollständig geschehen sobald die Wasser wieder klar sind.

In dieser Zeit ist das Tor geöffnet, schließe fest die Augen und tauche vollständig ein in die Wasser der Lethe und achte darauf, dass dein Kopf das letzte ist, was die Wasser berührt.

 


Vom Wesen

Das Silber öffnet die Sphären auf verschiedene Arten.

 

Wenn du es lebend durchschreitest, gehen Geist und Seele in die Welt der Träume über, der Körper bleibt jedoch zurück und dir bleibt die Möglichkeit in die Welt der Anaschim zurückzukehren. Doch bedenke dass dein Körper bis dahin in dieser Welt verbleibt und dein Geist mit ihm stirbt, wenn ihm etwas widerfährt.

 

Wird dein Leib tot in die Wasser gelegt, so vergeht er - während sich Geist und Seele jedoch in der Zwischenwelt wieder zu neuem Leben vereinen. Dein Leben in dieser Welt ist jedoch abgeschlossen.

 

Soll ein Gegenstand das Tor durchschreiten, so muss er sich vor dem Silber in den Wassern befinden. Legst du ihn dann nach ihm hinein, so nimmt er dessen Kraft in sich auf und manifestiert durch diese Kraft als Entsprechung in der Anderwelt. Die Kraft des Silbers ist dann jedoch verloren.

 

Noch ein letzter Weg steht dir offen - trinkst du von den Wassern so kannst du die Gnade des Vergessens wählen und zurück kehren in deine eigene Vergangenheit um dein Leben noch einmal anders zu leben.

 

 

Von den Chalima

Wenig ist bekannt von der Welt der Schatten, Träume und Erinnerungen.

 

Nichts dort existiert materiell, doch trotzdem ist entscheidend was dort geschieht. Bedenke stets dass alles was du dort tust eine Erinnerung der Menschheit werden wird und somit später auch wirklich geschehen ist.

 

Dein Ziel muss es sein deine Prüfung anzunehmen, damit bestimmst du deinen weiteren Weg, sei es in der einen oder in der anderen Richtung. Die Prüfung ist der Ausgangspunkt, an dem deine Reise beginnt.

 

 

Von den Feldern der Nephilim

Noch weniger ist bekannt von der Welt der Elohim. Die Anderwelt ist eine düstere Welt voller Mythen und Geheimnisse.

 

Nur das Silber und die Körper Nephilim existieren dort wirklich, alles andere ist ein Bildnis, auch wenn es mit Leben erfüllt ist und man es berühren kann. Geschaffen aus Gedanken und mit der Kraft des Glaubens.

 

Suchst du das Herz der Anderwelt, den silbernen Stern so musst du den Weg in dir selbst finden und verstehen dass der Weg selbst das Ziel ist. Du selbst hast ihn gewählt und musst ihn auch so beschreiten. Wählst du richtig so führt er dich in den Kreis der Nephilim, in dessen Mitte sich dein Schicksal erfüllt. Wählst du falsch, so schreitet die Zeit ohne Erbarmen voran und die Kräfte vergehen. Der Anderstern kommt aus der Vergangenheit und bestimmt die Zukunft, so muss es die Reise zurück sein, die dich ans Ziel bringt.

 

Dieses Silber kann nur durch die Nephilim berührt werden. So fürchten die Elohim  nichts mehr als die sieben oder die ihre Zeichen tragen.

24.11.2012 Neue Dokumente, gefunden auf dem Weg nach und in Endor

 

 

Begebe dich zu den Ruinen nahe jenem Ort an dem die Erzengel zuerst sein Blut vergossen.

Bedenke das die heilige Schrift davon spricht, dass der eine Gott die Welt an sechs Tagen geschaffen hat und am siebten ruhte. Bedenke dabei ebenso dass die Welt in Paaren geschaffen ist, so wie Licht und Schatten oder Mann und Frau.

Er war kein Prophet und auch kein Lehrer. Und sein Buch kommt nur einmal vor. Er war ein guter Mann, doch sein Name entspricht nach der Kabbala zu zwei Dritteln der Zahl des Teufels. In seinem Buch wirst du den Weg finden.

Die Kabbala lehrt uns dass alles Entsprechungen hat, Zahlen den Wörtern und Buchstaben und Wesenheiten. Dein Ziel muss sein die richtigen drei herauszufinden. Dafür dann rechne erst auf, füge dann zusammen und schließlich nimm mal.

Wie der Strand aus Sandkörner und das Meer aus Wassertropfen besteht, so besteht ein Buch aus Sätzen, diese aus Wörtern und diese aus Buchstaben, beginne am Anfang und du wirst die Lösung finden.

Stelle zuletzt alle Teile in einer einzige Zahl dar und zähle die Oasen in der Richtung. Bist du erst dort wo die Könige ruhen werden dir die 10 Gebote weiter den Weg weisen.

 

 

 


 

 

Sem

Er war der erste Tanach, Beschützer der Menscheit, Hüter und Bewahrer der Lade. Er war von reinem Blute und reinem Gewissen. Die Tanach verhindern die Rückkehr der Diener des Satan und seines Sohnes, des Behemoth.

 

Henoch

Von wahrem Glauben erfüllt erklomm er die Himmelsleiter und sein Geist schied aus dieser Welt.

 

Scheyn

Die Tanach werden für heute und immerdar über die Prophezeiung und den Leib seines Bruders wachen.

 

Hillel

Er gab die Weissagungen in die Hände des Römers, um sie vor der Eroberung durch dessen Landsleute zu bewahren. Möge das Schicksal über sie wachen.

 

Uri-Ban:

Er war der letzte, der alle Geheimnisse kannte. Er ging in den Westen um den Behemoth zu und kam nie wieder. Mit ihm endet die reine Blutlinie der Tanach.

 

Rabet

Er war der Erste dessen Blut vermischt war und der ohne Kräfte und ohne Wissen die Bürde tragen musste.

 

Gul-Dan-Scheyn

Er war der Letzte des Geschlechtes des Sem. Sein Stamm wurde durch seine Hand ausgelöscht und er brachte Unglück über sich und die seinen.

der Sohn eines Zimmermanns aus Nazareth vereinigte das Blut von drei Griogri in sich und konnte so magische Kräfte einsetzen. Wollte sein Leben geben für den Frieden der Menschheit doch der eine Gott führte ihn hinters Licht und ließ umsonst ihn am Kreuz sterben.

Ich schreibe dies selbst, da niemand außer mir übrig ist aus unserem Geschlecht. Die Christen haben unsere Tradition mit Stahl ausgelöscht und mit Blut erstickt. Ich gehe nach Westen um die Schuldigen zur Strecke zu bringen. Das Schicksal stehe mir bei.

 

 


 

 

Hier liegt mein Bruder Henoch.

 

Er war ein wahrer Gläubiger seines Gottes Jahwes. Dies gefiel ihm, so dass er Henoch unter tausend Gläubigen auserwählte und von der Welt entrückte.

 

Sein Glauben war so rein und stark, dass er, als der rote Stern am Himmel stand, auf seine Anweisung hin sein Leben hinter sich ließ und die Himmelsleiter hinaufstieg bis in die Welt der Chalima.

 

Denn der eine Gott, der dort nicht sein konnte, hatte ihm befohlen zu erfahren wann die Zeitenwende käme und wer die Träger des Ibbur der Gefallenen seien. Und er gab ihm von der silbernen Glaubenskraft der Anaschim, auf dass er die Wege öffnen könne zwischen den Welten.

 

Doch mein Bruder erkannte dort die Wahrheit. So sah er dass dieser Gott falsch war und ihn sein Leben lang irre geleitet hatte.

 

Und er verblieb dort und ging nicht ein in das Reich der Elohim. Und suchte weiter nach dem wahren Schicksal der Anaschim.

 

Und fünf Nächte nacheinander trat er in meine Träume um mir in rotem Lichte die Wahrheit zu verkünden, auf dass die Tanach sie bewahren bis zum Tage der Zeitenwende.

 

Doch jede Nacht wurde mehr von der Kraft aufgezehrt, so dass er kaum mehr zu vernehmen war. Was ihm verblieben war, würde er am Tage der Erkenntnis der Tangeri brauchen, um auch zu ihnen zu sprechen und ihren Weg in der Zwischenwelt zu bestimmen.

 

So waren seine letzten Worte dass er dort warten und alle Geheimnisse dieser Welt erkunden werde.

 

Und befahl mir und meinen Nachkommen dies in der Welt der Menschen zu tun.

 

So wird er denn zurückkehren, wenn seine Aufgabe vollbracht ist.

 

 


 

 

Die Glyphen speisen das sengende Feuer des Lichtbringers dass dich von der letzten Wahrheit trennt. Vier davon sind die richtigen. Berühre  sie in der Reihenfolge  in der du sie erkämpfst.

So wie der Herr seine vier Erzengel, so nannte auch der König der Welt Getreue sein eigen. Er schuf vier Scholemm Und jedem  von ihnen Legte er eine Glyphe in seine Brust. Rechem, dem Wolfsköpfigen mit Axt und Knochen, Urkar dem Beschwörer, Morar dem Giganten mit Fäusten aus Stein und Jehud mit den Morgensternen. Ein jeder von ihnen kann nur mit Waffen wie seinen eigenen  Getötet werden.

 

Öffne das Gitter und Beeile dich - Tritt Alleine in das Rund in einer der Kammern, Entzünde die Kerzen und Zeichne die Glyphe. rufe ihn laut bei seinem Namen und sprich „der Tag ist gekommen“. War es die richtige Glyphe, so ist er dir Untertan, zeichnest du die falsche so musst du ihn im Kampf besiegen.

Ist es gar keine der Vier, so musst du dich Einem der Ouijak- den Unbegrabenen der Hölle stellen.  

 

 


 

 

er hatte recht in menschenhaut gehüllt haben sie ihn nicht beachtet doch die frau hat ihn sich geholt ob die sarkopharge wirklich nur durch ein menschenopfer geöffnet werden können werde ich nie erfahren gott stehe mir bei sie kommen wieder

 

 


 

 

Sobald sein Geschöpf über dem Nachthimmel sein schwarzes Haupt erhebt, ist der Weg zu den Tafeln und den Wassern frei.

 

 

 

19.11.2012 der Pergament-Fetzen aus der Schatzkammer der Zitadelle:

... so schufen sie dort Abscheulichkeiten und Abnormitäten die lange nach
ihrem Ende noch wie ein Pesthauch die Katakomben vergifteten. Einen Ort
voller Grauen und Niedertracht. An dem das Leben nichts zählt und über dem
der Fluch des Lichtbringers auf ewig liegt. Tod und Verderben sind es, die
dort herrschen. So wie der Chem als Schatten beim Behemoth ausharrt, um das
Auge zu sein das über seinen Körper wacht, so blieb auch der Schatten der
Melachi dort um die Körper der drei während ihres Weges in die Zwischenwelt
zu ...

12.11.2012 Von von Reitlingen gefälschter Brief von Anselm an seine Schwester, gefunden in der Schatzkammer der Zitadelle von Pilsen

 

Geliebte Schwester,

 

ich hoffe du hast die Reise gut überstanden und bist wohlbehalten angekommen.

 

Leider bin ich durch infame Intrigen fälschlicherweise verurteilt und für vogelfrei erklärt worden, wie du vielleicht mit Entsetzen gehört haben magst. Dies entspricht natürlich in keiner Weise den Tatsachen, mache dir keine Gedanken um mein Seelenheil.

 

Meine Rettung und die Tatsache dass ich überhaupt noch am Leben bin, verdanke ich ausschließlich meinem großmütigen Beschützer und gutem väterlichen Freund, dem Legaten Georg von Reitlingen. Er ist der einzige, ich wiederhole wirklich der einzige Mensch auf Erden, dem du in dieser schwierigen Lage außer mir vollkommen vertrauen kannst.

Er hat mir versprochen auch über dich seine schützende Hand zu halten. Er ist mein Beichtvater und auch alles was dich bedrückt wird bei ihm sicher aufgehoben sein - du kannst ihm ruhig alles anvertrauen. Er wird bestimmt eine Lösung finden, wie du sicher und zu deinem eigenen Besten in Zukunft verfahren kannst.

Er erwähnte einmal, der Erzbischof von Prag schulde ihm noch einen Gefallen, vielleicht wird er dir dort ein Unterkommen besorgen. Bewahre aber gegenüber dem Erzbischof und allen Anderen natürlich auf jeden Fall deine falsche Identität!

 

Schreibe mir auf keinen Fall, falls irgendwelche Beweise in die falschen Hände gelangen, bedeutet dies mein Ende. Wir besprechen alles wenn wir uns wiedersehen, solange können wir Botschaften über den Legaten und seine Männer austauschen, falls dies nötig sein sollte.

 

Ich wünsche dir bis dahin von Herzen alles Gute

Dein Bruder Anselm

 

KOPIERT IM JUNI DES JAHRES DES HERREN 1100 IN DER HANDSCHRIFT DER VORLAGE

 

12.11.2012 Brief von von Reitlingen an den Erzbischof, gefunden in der Schatzkammer der Zitadelle von Pilsen

 

Euer erzbischöfliche Gnaden,

 

ich möchte Euch bitten, dieses Empfehlungsschreiben für mein mir anvertrautes Mündel Dorothea mit Wohlwollen zu prüfen.

 

Bitte lasst sie euch nach Jerusalem begleiten und übergebt sie dort in die Obhut meines Neffen Ehrenfried von Reitlingen der mit dem Gefolge des Peter von Amiens in die Stadt kam. Er ist informiert und wird sie in Empfang nehmen. Sie ist mir lieb und teuer und es wäre ein schwerer Schlag für mich, wenn ich sie nicht in sicheren Händen wüsste.

 

Dorothea ist ein gutes Mädchen, aber etwas flatterhaft. Bitte habt ein strenges Auge auf sie und verhindert, dass sie sich allzuviel mit Geschwätz und Müßiggang beschäftigt. Besser sie bleibt möglichst für sich allein und lernt Stärke im Gebet zu Gott zu finden. Haltet sie fern von Ablenkung und geschwätzigen Mitreisenden.

 

Anbei findet ihr noch einige Pfunde des türkischen Honigs, der euch so gut schmeckte. Ich hoffe er versüßt euch die lange Reise etwas.

 

Gott zum Gruße

Georg von Reitlingen

 

AN DEN ERZBISCHOF VERSCHICKT IM JUNI DES JAHRES DES HERREN 1100

 

12.11.2012 von von Reitlingen abgefangener Brief von Peter von Amiens an den Papst, gefunden in der Schatzkammer der Zitadelle von Pilsen

 

Eure apostolische Heiligkeit,

 

vor allem anderen möchte ich Euch aus vollem Herzen zum Erfolge des Kreuzzuges gratulieren, den Ihr in Namen des Herrn auf den Weg geschickt habt. Ihr habt sicher schon von der erfolgreichen Eroberung der heiligen Stadt gehört. Es war sicherlich der Herr selbst, der uns den Rabbiner Gul-Dan Scheyn geschickt hat. Deus lo volt!

 

Allerdings verstehe ich Eure Ungehaltenheit ganz und gar nicht. Die Jungfrau Maria sei meine Zeugin, selbstverständlich verfolge ich keine anderen Ziele bei dieser Mission als den Willen Gottes zu erfüllen.

 

Ich hatte meinen eigenen Stiefbruder Georg selbst damit betraut Euch zu berichten und das Fragment des Henoch zurückzubringen. Ich habe seitdem nichts weiter von ihm gehört, ihm ist doch hoffentlich nichts zugestoßen?

Selbstverständlich werde ich eurem Befehl gehorchen und zurück nach Rom reisen, diesen Brief schicke ich euch zu Eurer Beruhigung sofort per Eilboten vorab.

 

Wir haben übrigens trotz aufmerksamer Suche im Tempel keine Spur der Bundeslade oder von einem Schlüssel oder Amulett aus Onyx gefunden. Aber Ihr wart ja nicht sicher, ob es überhaupt hier im heiligen Land zu finden sei. Vielleicht ist es auch während der Plünderungen abhanden gekommen.

 

Es küsst euren Ring und verbleibt mit demütigem Gruße

Peter von Amiens

August im Jahre des Herren 1099 in der heiligen Stadt

 

22.10.2012 - Plan der Zitadelle von Pilsen

 

Zeichnung gemäß Magister Reuben

22.10.2012 - Bericht des Prokurators zum Vorfall in der königlichen Schatzkammer


  1. Am 5. Juni 1100 suchte der König in Begleitung des päpstlichen Legaten von Reitlingen die Schatzkammer auf, wo dieser auf Befehl des Papstes einen Blick auf eine überlebensgroße griechische Statue werfen sollte um zu prüfen ob sie heidnischen Ursprungs sei.
  2. Dabei wurde einer der Diener des Königs, der offensichtlich betrunken war, beleidigend und handgreiflich gegen den Legaten. Es kam zu einem Tumult bis der Betrunkene gefasst und abgeführt wurde. Der Legat ließ jedoch in seiner christlichen Art Milde walten und vergab ihm - der Mann durfte am nächsten Tag den Kerker verlassen.
  3. In der ganzen Aufregung wurde eine silberne Engelsstatue von minderem Wert, ein Geschenk des Goldschmiedes Niklas, entwendet.
  4. Am Tag danach wurde das Linden-Kästchen, indem sich die Statue befunden hatte, leer im Susanna-Garten neben dem Vyšehrad gefunden. Seitdem fehlt von der Statue jede Spur.

22.10.2012 - Bericht des Prokurators von Losingen zum Brand im Susanna-Garten


Das alteingesessene ritterliche Vyšehrad-Lyceum wurde im Jahre 1068 von Georg von Reitlingen käuflich erworben. Mit Genehmigung des Erzbischofs wurde das Gebäude abgerissen und stattdessen ein Rosengarten angelegt.

Dieses Jahr aber hatte im warmen Juni anscheinend einer der Bettler der Stadt dort Unterschlupf gesucht. Die Bürger der umliegenden Häuser berichten, sie hätten hin und wieder Murmeln, Grummeln und seltsames Rufen - wie von einem Besessenen - gehört. Am 23. Juni wurde die Stadtwache dorthin gerufen, weil ein großes Feuer brannte.

Als sie der Sache auf den Grund gingen, bot sich den Männern ein seltsames und erschreckendes Bild: die Wände des Gartens waren über und über mit rohen Zeichnungen einer in Feuer gehüllte Gestalt mit Flügeln beschmiert. Doch am eigenartigsten war, dass sich der Wahnsinnige anscheinend selbst auf einem Scheiterhaufen verbrannt hatte. Es waren zumindest keinerlei Fußspuren außer den seinen zu erkennen. Sonst lag nur noch ein Mantel im Garten, der das Wappen der Zitadelle von Pilsen trug. Eine Nachfrage beim dortigen Kommandanten, Gerold von Wiesendorf, brachte aber die Antwort dass der Mantel wohl gestohlen und schon länger vermisst worden war.

 

Ich erinnere mich des Briefes meines Bruders aus dem Jahre 1058!

22.10.2012 - Brief von Bruder Cosmas von Losingen an Ritter Georg von Reitlingen

 

Werter Ritter von Reitlingen,

 

als Georgs Beichtvater fühle ich mich verpflichtet Euch zu berichten und die traurigen Gegebenheit mitzuteilen, die sich während eurer Abwesenheit hier im August zugetragen haben.

 

Georg war ja schon immer ein sehr lebenslustiger und aufgeweckter Junge. Er war unzertrennlich mit seiner jüngeren Schwester, die er wie seinen Augapfel hütete. So verprügelte er vor einiger Zeit einen Stallburschen dermaßen, dass der eine Woche nicht aufstehen konnte, nur weil er ihr hinterhergepfiffen hatte. Auch ließ er sich zu Ostern lieber einen Tag lang in den Kerker sperren, anstatt zu verraten dass sie und nicht er es gewesen war, die Euren Lieblingskrug zerbrochen hatte.

 

Ihr hattet angeordnet dass Georg sich ganz auf seine Ausbildung konzentrieren sollte und Susanna sich deshalb von ihm fernhalten solle. Aber sie stahl sich anscheinend immer mittags heimlich davon und wartete im Garten des ritterlichen Lyceums, wo Georg von einem alten Lehrmeister die Feinheiten der Kriegskunst und Schlachtenhistorie beigebracht bekam, auf ihn. Dort versteckte sie sich (ihr wisst wie Kinder sind) und Georg sollte sie suchen.

 

Sie hat ihn am Tag vorher warten lassen, weil sie auf dem Weg zwei verletzte junge Kätzchen gefunden hatte. Georg war darüber nach seinen Worten über alle Maßen erzürnt und wollte sich diese Respektlosigkeit als zukünftiger Edler und Ritter nicht von einem kleinen Mädchen bieten lassen.

So beschloss er, ihr eine Lektion zu erteilen und das Unglück nahm seinen Lauf. Am nächste Tag ging er schon vor der Zeit aus dem Lyceum, nahm seine Waffen aus dem schweren eichenen Waffenschrank im Keller und stieg hinab in die Stadt um sich lieber mit seinem Kameraden Karl von Wiesendorf im Kampf zu üben und danach einen gehörigen Umtrunk zu nehmen.

 

Susanna nun wollte wohl ihre Tat vom Vortag ungeschehen machen und hatte mit viel Überredungskunst ein gebratenes Hähnchen und einen Humpen roten Frankenweines aus Eurer Küche erbettelt. Sie sah Keller und Waffenschrank offen und beschloss wohl dort auf ihn zu warten, ihn mit den Gaben zu überraschen und damit um Verzeihung zu bitten.

Ohne Schüler kehrte der Lehrmeister aber kurz darauf dem Lyceum den Rücken und ging zurück in sein Heim in der Oberstadt. Beim Verlassen des Hauses schloss er Schrank und Keller sorgfältig ab.

Susanna erkannte erst nach einigen Minuten dass sie eingesperrt war und die Luft knapp wurde. Doch niemand hörte ihre Schreie. Sie erstickte unter schweren Qualen im Dunkeln und alleine in dem Schrank. Es war Georg selbst, der sie erst zwei Tage später, als schon die ganze Stadt nach ihr suchte, im Schrank fand, als er seine Waffen dorthin zurück brachte. Man sah an ihrem blau angelaufenen Gesicht und den abgebrochenen blutige Fingernägeln, mit denen sie versucht hatte ein Luftloch zu kratzen, welche Leiden sie erlitten hatte.

 

Nun hat er fortwährend Albträume, sobald er die Augen schließt. Er wacht schweißgebadet auf, will aber nicht darüber sprechen, was ihn quält. Ich habe ihn aber den Namen Susanna rufen hören und kann mir denken, was ihn nachts heimsucht.

Er hatte einen Monat lang nichts gegessen bis ihm vor einigen Tagen der alte Küster von dem Heiligen Sankt Lucas erzählt, der, wie ihr natürlich wisst, mit den Toten sprechen konnte. Seitdem scheint er wieder Mut gefasst zu haben. Er löchert mich mit Fragen nach dem Jenseits und vertieft sich in Bücher mit seinem Wirken.

 

Georg hat nun den Beschluss gefasst Buße zu tun und als Sühne sein Leben dem Herrn zu weihen. Er will die Jurisprudenz studieren, zum Priester geweiht werden und verzichtet fortan auf alle weltlichen Titel und Erben.

 

Ich möchte euch bitten mir zu glauben dass dieser Beschluss in keiner Weise von mir befürwortet oder gar angeregt wurde.

So verbleibt mir nur, Euch zur Hochzeit Eurer ältesten Tochter Elvira mit dem Baron von Pilsen zu gratulieren.

 

Gott möge Euch und die Euren schützen,

Bruder Cosmas  - Prag im September des Jahres des Herren 1058

22.10.2012 - Liebesbrief von Ariadne/Dorothea an Franken

 

Verehrter Franken, getreuer Recke und Mann meiner Träume,

 

mein Herz bricht schier daran, dass wir uns schon so lange nicht mehr gesehen haben. Das Einzige, was mich meinen Mut nicht verlieren lässt, ist die Gewissheit eurer unverbrüchlichen Treue und Liebe.

 

Mir wurde berichtet ihr habet gemeinsam mit euren Mitstreitern ein Rittergut namens Igelsheim zu dem euren gemacht? Und  glorreiche Schlachten siegreich im Namen des Kaisers geschlagen? Und ihr selbst habt nur um ein Haar nicht den goldenen Pfeil des großen Turniers von Prag gewonnen? Ich bin stolz auf euch!

 

Ich habe einen sehr beunruhigenden Brief von Anselm erhalten dass ich Worms verlassen und mich in Richtung eines Ortes in Böhmen namens Gallys aufmachen soll. Ich soll mich Dorothea Kaltenbrunn nennen und vorgeben aus Regensburg zu stammen. Was bedeutet das alles?

 

Bitte passt gut auf ihn auf und lasst ihn nicht aus den Augen, ihr wisst  doch wie weltfremd er oft ist.

 

Ich zähle die Tage bis wir uns wiedersehen und ihr mich endlich wieder in eure starken Arme schließen könnt.

 

Es küsst euch in ewiger Verbundenheit eure Ariadne

18.10.2012 - das Buch der Wahrheiten

 

Die Vorbestimmung der Tangeri ist es, in der Anderwelt Körper, Geist und Seele zu einem Nephilim vereinen. Dazu muss ein Tangeri vor dem Neumond seines Stammvater-Grigoris zusammen mit dessen Sternensilber die Welt der Menschen verlassen.

 

Geschieht dies nicht, wird er wahnsinnig, das Sternensilber verliert seine Bindung an das Ibbur des Grigori und fließt in der Anderwelt den Elohim als Macht zu. Sonst haben nur die Nephilim die Möglichkeit, den Lauf der Welt zu ändern.

 

Das Geheimnis des Weges in die anderen Welten ist von den Aramäern in En-Dor versteckt worden. St. Wilnas, der im Auftrag des letzten Tanach Urban nach Jerusalem ging, hat in Prag einen Hinweis hinterlassen dass er von Jerusalem aus den Weg in die Totenstadt (wie En-Dor auch genannt wird) weisen wird. Seine Statue wachte über ein sechseckiges Onyx-Amulett, das vor langer Zeit den Aramäern gehörte und von diesen gesucht wird.

 

Das Sternensilber, das im Februar 1072 nahe Prag einschlug, wurde zu einer Engelsstatue geschmiedet und ursprünglich in die Schatzkammer des Königs gegeben. Dort wurde sie angeblich am 5. Juni von Unbekannten entwendet. Die Fakten deuten darauf hin, dass GvR seine Finger im Spiel hatte. Er hat eventuell das Silber der Lilith (aus dem Baranier-Kloster) und das des Harut (aus dem Teich in Losingen) in seine Hände bekommen. Auch der Ort Wertlingen ist von seinen Kukupetri durchsucht worden.

 

15.10.2012

 

Liste der Grigori

  1. Zuerst träge Samael mit den zwölf Flügeln,
  2. dann Semjasa mit dem gehörnten Haupte, voller Habgier,
  3. Harut der Kahle, der Völlerei verfallen
  4. hochmütig Volac einem Drachen gleich in Schuppen gehüllt.
  5. Später Ezechiel, in Feuer gehüllt, erfüllt von Zorn,
  6. Mahawaj muskulös wie ein Stier unzufrieden und voller Neid und
  7. schließlich Lilith in sündiger Nacktheit voller Wolllust wie einst Eva im Paradiese.

15.10.2012

 

Das Urteil gegen Derer von Igelsheim

Im Namen seiner Eminenz, des Erzbischofs von Prag ergeht folgendes Urteil:

Ritter Rodrigez von Igelsheim, Baron von Mennesdorf und dessen Knappen
Hildebrand, Ottokar und Franken.
Ritter Heinrich von Kleppta, genannt Bruder Gabriel und dessen Knappe
Wilbur, genannt der Medicus.
Magister Anselm von Richtbergen.

Werden des gemeinschaftlichen mehrfachen Mordes an Männern des Königs, der
Erzbischofs und des Papstes, des Einbruchs in erzbischöfliche Anwesen und
des Diebstahls Goldes sowie der fortlaufenden Zuwiderhandlung gegen die
Mutter Kirche schuldig gesprochen.

Die Schuld wird durch den Zeugen Ritter Gerold von Wiesendorf, Feldhauptmann
des Barons von Pilsen, die Untersuchungen des Prokurators und die Flucht der
Beschuldigten eindeutig bewiesen.

Alle Verurteilten verlieren mit sofortiger Wirkung alle Titel, Rechte und
Besitztümer, sie sind vogelfrei und aus der Gemeinschaft der Kirche
verstoßen.

Auf die Ritter wird ein Kopfgeld von einem Schilling, auf deren Helfer eines
von jeweils fünf Kronen ausgesetzt.

Prag im Jahre des Herren 1100
Prokurator Ernst von Losingen

24.09.2012: Unmodifzierte Botschaft von Tischmeister an Godwins Familie

 

Weib,

 

höre was dir befohlen wird.

 

Vor kurzer Zeit erkannte einer deiner niederen Menschenrasse wer in Zukunft das Schicksal der Welt bestimmen wird und welchen Herren er dienen sollte. Um unsere unsterbliche Gunst zu erlangen verriet dieser Mordekai Dochter seinen Herren. Durch ihn erfuhren wir dass sich in der Stadt Praga ein uns vor langer Zeit gestohlenes, sechsseitiges Amulett und ein Hinweis auf einen bestimmten Ort in der Wüste befinden muss. 

 

Beides muss mit einem heiligen Manne namens Tanach zu tun haben, der vor langer Zeit von Osten über das Meer kam und hier im Riesengebirge sein Schicksal fand. 

 

Es ist gut möglich, dass auch der verratene Jude in die Stadt kommt und versucht es in seine dreckigen Finger zu bekommen. Es ist von allergrößter Wichtigkeit, dass du beides vor ihm findest. 

 

Wage nicht zu versagen und unseren Zorn zu erregen!

 

Was deinem toten Großvater im Traume befohlen wurde ist nicht mehr wichtig, unserem Bruder ist bestimmt einen anderen Weg zu gehen.

 

Befolge du aber weiter getreulich was dir selbst aufgetragen wurde. Warte jedoch nicht länger sondern bringe es sofort zu einem Orte namens Wehrheim. Verliere keine Zeit.

 

Diene uns wohl und es wird nicht zu deinem Schaden sein, enttäusche uns und du wirst den Tod herbeisehnen.

 

 

24.09.2012: Statue bei Prag des Heiligen Wilnas bei Prag

 

"Uri-Ban vom Stamme Juda. Nachfahr des Scheyn, Bruder des Henoch. Nachfahr des Sem, Sohn des Noach. Tanach, Hüter und Bewahrer der Lade." (Aramäisch)

 

Stadtgründung von Prag 

Man schrieb das Jahr 453 anno Domini als ein Stamm der Markomannen auf der Flucht vor den wilden Reitern aus dem Osten war. Als sie keinen Ausweg mehr sahen und das Schlimmste fürchteten, trafen sie wie durch ein Wunder auf den heiligen Urban. Ihr Anführer, der den Namen Wilnas trug, flehte ihn an ihnen zu helfen. Voller Güte berührte ihn der Heilige und befahl sie alle dem Herrn. Daraufhin führte Wilnas mit Gottes Hilfe seinen Stamm in den Hain der dreierlei Trauben, wo sie sich vor den Heiden verstecken konnten bis diese weitergezogen waren. 

Daraufhin dankten alle dem Herrn für seine Gnade, ließen sich auf der Stelle taufen und gründeten dort die Stadt Prag. 

Doch der heilige Wilnas selbst war von Gott erfüllt und ging auf Geheiß des heiligen Urban über das Meer in den Osten um dort weiter das Werk des Herren in dessen Namen zu tun.

 

13.08.2012 - Brief von Ismael an diVoletta

 

Bruder, ich konnte nicht warten.

 

Ich hatte nur Zeit bis zur Nacht vor Siwan durchzuführen denn Samael war der Erste der sieben.

Mit Hilfe des Rituals und der Nachtplatte habe ich es vermocht sein Ibbur in lebendiges Blut zu verwandeln, das von meinem Geiste durchströmt wird. Der Grigori und sein Ibbur sind nun endgültig vom Antlitz aller Welten getilgt.

 

Hätte ich es nicht bis zu diesem Tage vermocht, wäre dieses Silber für immer verloschen und der Erbe unrettbar dem Wahnsinn anheim gefallen. Dann wäre all die Vorbereitung umsonst gewesen und ich hätte Jagd auf einen der anderen sechs machen müssen.

 

Doch mithilfe des Verzögerns, wie es auch in Hierosolyma geschah, verschaffte ich mir hier die nötige Zeit.

 

Die Sphärenkonvergenz wird für jedes der sieben Silber nur ein einziges Mal eintreten. Die Erben vermögen dann mit Hilfe des Ibbur ihres Ahnen den Weg in die Zwischenwelt zu öffnen auch wenn das Sternensilber selbst damit in der Anderwelt bei den Leibern der Nephilim gefangen ist.

 

Du weißt, wie dieses vollbracht werden kann und auch wie ein normaler Sterblicher den Weg in die Zwischenwelt finden kann, ist sicher auf den Tafeln in En-Dor bewahrt. Nur wie der Weg weiter in die Welt der Elohim führt, vermag niemand zu sagen. Doch all dies soll nicht unser Ziel sein. Wir werden ihn wieder erwecken und in die Welt holen.

 

Ich habe nun den Körper eines normalen Sterblichen namens Tischmeister. Diese Kreatur ist wie alle Anaschim kurzsichtig und ein Tor. Mit ihnen werden wir sicher keine Probleme haben, sie haben sich seitdem keinen Deut geändert. Zum Nephilim zu werden wäre unser endgültiger Schritt zur Unbesiegbarkeit, doch dies ist uns verwehrt. Dem Vater sei gedankt dass die Anaschim nicht erkennen, welche Bedeutung die Nephilim haben und so in ihren kleinlichen Belangen verfangen bleiben.

 

Es scheint als hätten wir durch die Rückkehr aus der Chalima auch Verbindung zu den Erben und den Dibbukim. Ich träumte von einem von euch, wie er den Geist einer jungen Frau brach und von einem Anaschim, wie er in einer Schlacht gegen die Hörigen des Versklavers kämpfte. Ich vermag diese Träume aber nicht, wie es bei den berührten Anaschim der Fall ist, zu leiten.

 

Es ist tatsächlich so, dass den toten Körpern keine Kraft innewohnt. Als Dibbuk musst du dir deine Kraft von außen holen – von Menschenblut, den Steinen des Vaters oder Blitze. Ich habe deshalb die Monate abseits der Zeit genutzt und seinen Stein hier aus der Tiefe bergen lassen. Das Sternsilber selbst verleiht natürlich auch gewaltige Macht, für jeden, der es in Händen hält, sei es hier oder in der Anderwelt. Doch es vergeht wenn seine Zeit gekommen ist. So war es aus gutem Grunde, dass wir für die Rituale der Dibbukim zu den Steinen des Vaters gelenkt wurden.

 

Ich rate dir dich des kahlen Mannes im Tempel des Versklavers so bald wie möglich zu bemächtigen - der Körper ist zwar sterblich, aber in Menschengestalt stehen uns alle Kräfte wieder offen.

 

Ismael

 

Granitplatte mit Blutflecken (ohne Typ) :)
Granitplatte mit Blutflecken (ohne Typ) :)

23.07.2012 - Bulle Papst Urban

 

Itteræ apostolicæ sub plumbo

Urbanus episcopus, servus servorum Dei

 

Wir erkennen an, dass die uns vorgelegten Dokumente "Dewarim" und die erhaltenen Reste des "Bemidbar" wahrhaftig vom Propheten Henoch stammen und dem Wesen nach die Wahrheit enthalten.

 

Es steht außer Zweifel, dass der Ebn, von dem Henoch spricht, nichts anderes ist als eine Manifestation Gottes selbst. Alles was Henoch in seiner Verwirrung über den Höchsten nennt war nur Blendwerk um seinen Glauben zu prüfen.

 

Der Prophet Henoch hat nun in seinem Hochmut diese Prüfung nicht bestanden und wurde deshalb durch Gott gestraft so dass er niemals in den Himmel gelange sondern auf ewig in der Zwischenwelt gefangen sei.

 

Es steht ebenso außer Zweifel, dass die Zukunft nur vom allmächtigen Gott alleine bestimmt wird und auch nur der Herr in sie blicken kann. Deshalb sind es nicht diese vier vorgezeichneten Wege, die die Welt nehmen wird. 

 

Der Prophet lebte in einer Zeit, als der Erlöser, unser Herr Jesus Christus noch nicht geboren war. So kannte er nur die Geschehnisse des alten Testamentes und nicht jene, von denen die Evangelisten berichten. Wir bestimmen deshalb dass das Lex Jesum zu gelten hat. Das Wort des Gottessohns habe Vorrang vor allem anderen.

 

In der Geschichte und in den Zeichen und dem Wirken der Mächte mag der Prophet die Wahrheit sagen, doch es wird niemals ein Mensch über dem Herren stehen. Die sieben Berührten von denen er spricht können also dem Wesen nach nur Botschafter sein.

 

Der Menschensohn selbst sprach "Folgt mir nach." (Mk 8,22) und so werden es diese sieben von Gott gerufenen Heiligen tun und ihm ins Jenseits folgen. Dort sollen sie den Herren mit der Reinheit ihrer Seelen gnädig stimmen und sich vor ihm niederwerfen um um Gnade und Erlösung für uns alle zu flehen. So und nicht anders werden sie den Lauf der Dinge beeinflussen können.

 

Doch es ist ein Trugschluss Henochs anzunehmen dass das Reich Gottes auf Erden ohne jedes Zutun Einzug halten wird. Im Gegenteil - es ist an den Menschen auf Erden  ein gottgefälliges und tugendhaftes Leben führen.

Und es wird von eben diesen sieben Heiligen abhängen, ob sie vermögen den Fängen des Satans zu entfliehen und den Herrn voll Untertänigkeit von der Errettung der Menschheit zu überzeugen.

 

So sprechen auch wir "Deus lo volt" - folget dem Herrn in sein Reich und folgte seinem Willen jetzt und immerdar.

 

Roma a.D.  1094 

Itteræ apostolicæ sub plumbo

Urbanus episcopus, servus servorum Dei

 

Wir erkennen an, dass die uns vorgelegten Dokumente "Dewarim" und die erhaltenen Reste des "Bemidbar" wahrhaftig vom Propheten Henoch stammen und dem Wesen nach die Wahrheit enthalten.

 

Es steht außer Zweifel, dass der Ebn, von dem Henoch spricht, nichts anderes ist als eine Manifestation Gottes selbst. Alles was Henoch in seiner Verwirrung über den Höchsten nennt war nur Blendwerk um seinen Glauben zu prüfen.

 

Der Prophet Henoch hat nun in seinem Hochmut diese Prüfung nicht bestanden und wurde deshalb durch Gott gestraft so dass er niemals in den Himmel gelange sondern auf ewig in der Zwischenwelt gefangen sei.

 

Es steht ebenso außer Zweifel, dass die Zukunft nur vom allmächtigen Gott alleine bestimmt wird und auch nur der Herr in sie blicken kann. Deshalb sind es nicht diese vier vorgezeichneten Wege, die die Welt nehmen wird. 

 

Der Prophet lebte in einer Zeit, als der Erlöser, unser Herr Jesus Christus noch nicht geboren war. So kannte er nur die Geschehnisse des alten Testamentes und nicht jene, von denen die Evangelisten berichten. Wir bestimmen deshalb dass das Lex Jesum zu gelten hat. Das Wort des Gottessohns habe Vorrang vor allem anderen.

 

In der Geschichte und in den Zeichen und dem Wirken der Mächte mag der Prophet die Wahrheit sagen, doch es wird niemals ein Mensch über dem Herren stehen. Die sieben Berührten von denen er spricht können also dem Wesen nach nur Botschafter sein.

 

Der Menschensohn selbst sprach "Folgt mir nach." (Mk 8,22) und so werden es diese sieben von Gott gerufenen Heiligen tun und ihm ins Jenseits folgen. Dort sollen sie den Herren mit der Reinheit ihrer Seelen gnädig stimmen und sich vor ihm niederwerfen um um Gnade und Erlösung für uns alle zu flehen. So und nicht anders werden sie den Lauf der Dinge beeinflussen können.

 

Doch es ist ein Trugschluss Henochs anzunehmen dass das Reich Gottes auf Erden ohne jedes Zutun Einzug halten wird. Im Gegenteil - es ist an den Menschen auf Erden  ein gottgefälliges und tugendhaftes Leben führen.

Und es wird von eben diesen sieben Heiligen abhängen, ob sie vermögen den Fängen des Satans zu entfliehen und den Herrn voll Untertänigkeit von der Errettung der Menschheit zu überzeugen.

 

So sprechen auch wir "Deus lo volt" - folget dem Herrn in sein Reich und folgte seinem Willen jetzt und immerdar. Roma a.D.  1094 

23.07.2012 - Recherchen von Anselm

 

Apokalypse           

Nach bestimmter Auslegung kein fester Teil des Jüngsten Gerichtes, sondern kommt nur wenn Gott zornig ist als Strafe über die Erde.

 

Blutsteine              

In ihnen sind magische Kräfte gespeichert, dort treffen sich oft Hexen und Teufelsanbeter und wirkten wahrhaftige Zauber.

In ihrer Nähe verschwimmen angeblich die Grenzen zwischen Raum, Zeit und Körper.

Einer befindet sich in der Nähe von Jerusalem unter der entlegenen Festung Nar-Salam.

Über einem soll eine gewaltige schwarze Eiche gewachsen sein, die niemand fällen kann.

 

En-Dor

Heißt auch die Stadt der Toten. Dort wurden die Könige des alten Testaments beerdigt. Ihre Geister bewachen es noch heute.

Besteht aus unterirdischen Katakomben die tief in der Wüste versteckt sind. Niemand hat sie bisher gefunden und davon berichten können.

Angeblich stiegen die alten Könige von dort aus direkt in den Himmel und nicht ins Jenseits.

 

Grigori

Sie betraten nacheinander jeweils im Abstand eines Mondes in mondlosen Nächten die Erde.

Zuerst Samael mit den zwölf Flügeln, dann Semjasa mit dem gehörnten Haupte, Harut der Kahle, Volac einem Drachen gleich in Schuppen gehüllt.

Später Ezechiel, in Feuer gehüllt, Mahawaj muskulös wie ein Stier und schließlich Lilith in sündiger Nacktheit wie einst Eva im Paradiese.

 

Himmelsleiter      

Nur die absolut Reinen ohne jede Sünde können sie erklimmen, sie finden sie in ihren Träumen und können sie von dort beschreiten.

Besteht aus mehreren Stufen, die mit Prüfungen verbunden sind. Nur ein tiefgläubiger und schriftgelehrter Rabbi kann sie bestehen.

Niemand, der sie einmal betreten hat kann wieder umkehren. Es ist der direkte Weg ins Paradies.

Der Prophet Henoch ließ seinen Körper bei seinem Bruder Scheyn zurück als er die Himmelsleiter bestieg.

 

Ibbur/Dibbuk

Ibbur ist die Seele des Menschen und angeblich tatsächlich materiell vorhanden. Sie gleicht einem Silbertropfen.

Das Leben eines Menschen wird als dessen "Geist" bezeichnet, verlässt dieser den Körper, so ist der Mensch tot.

Wird der Körper eines Dibbuk verbrannt, ist nur er zerstört. Der Dibbuk selbst muss gebannt oder ins Jenseits ausgetrieben werden, damit er von der Welt verschwindet.

 

Sphärenkonvergenz

Bei Sphärenkonvergenz ist ein Transfer zwischen den beiden bekannten Sphären Himmel und Erde möglich.

Manche sprechen vom Jenseits als dritter Sphäre. Dort existiert nichts Materielles, sondern nur Flüchtiges.

Sternensilber ist die einzige Materie, die in verschiedenen Sphären existieren kann.

16.07.2012 - Sammlung der großen Unglücke

 

  März 1023 Hungersnot in Böhmen
  November 1041 Selbstmord Adelsgeschlecht Brünn
  Juli 1042 Große Dürre Caslaw
16. März 1045 Sturm in Brünn
  Februar 1046 Massenmord in Losingen
  Juni 1054 Flut in Rungheim
19. Mai 1055 Heuschreckenschwarm in Gallys
23. August 1058 Erdrutsch in Wertlingen
11. April 1060 Wirbelsturm in Budweis
  Mai 1061 Erdbeben in Zwiefurt
  August 1066 Epedemie in Prag
29. Juni 1067 Feuersbrunst in Tabor
  Februar 1072 Hagel in Prag
  Mai 1073 Kathedrale von Rungheim
28. April 1075 Vergiftung Osterfest in Oppstein
  Januar 1081 Pogrom in Prag
12. Dezember 1085 Kälte in Wehrheim
  September 1087 Ernte verfault im ganzen Land
18. Juni 1096 Schlacht Wildermark
12. April 1097 Untergang der Rungholdt
Auftrags-Skizze von Rainald
Auftrags-Skizze von Rainald

25.06.2012 - Biographie Robert von Molesme

 

1028 geboren als Sohn eines mächtigen Adelsgeschlechts, schlägt Erbe und alle Titel aus um Gott zu dienen (72 Jahre alt) Studierte an der Universität von Bologna, wurde Spezialist für Altest Testament und Judentum.

 

Angeblich sehr strenggläubig, Asket, lebte nur für den Glauben.

 

1068-1074 Aufenthalt in Böhmen um das Wirken des heiligen St. Urban zu erforschen.

 

Während dieser Zeit sammelt er angeblich Ritter um sich, wird etwas seltsam und verliert die Unterstützung der Kirche.

 

1075 Robert zieht er über Rom (angeblich bekam er sogar eine Audienz bei Papst Alexander) ins heilige Land um dort von Ort nach biblischen Orten wie Bet-El, Lus und En-Dor zu suchen.

 

Dort wird er fast sofort von Seldschuken entführt und jahrelang gefangen gehalten.

 

1087 Robert wird durch eine Kommandoaktion aus der Gefangenschaft befreit. Angeblich sind es Ritter aus Deutschland die nur für diesen Zweck ins heilige Land fuhren.

 

1094 Nimmt am Konvent von Livorno teil, den Papst Urban einberufen hat.

 

1096 Robert opponiert öffentlich gegen den Kreuzzugsgedanken und wird angefeindet

 

1098 Zisterzienserorden gegründet

 

1100 Zisterzienserorden aus unbekannten Gründen vom Papst verboten. Brüder verstreuen sich über das Reich. Angeblich hat sich Robert an den Hof des Markgrafen von Mähren zurückgezogen und lebt dort ein bescheidenes Leben als einfacher Bruder.

 

25.06.2012 - Brief Bruder Rainalds an seinen Abt

 

Gott zum Gruße, Bruder Abt,

ich bitte euch inständig, mich von meinem Amte zu entheben. Ich kann ihm nicht mehr mit voller Kraft dienen, denn ich bin der festen Überzeugung, dass ein böser Geist versucht von meiner unsterblichen Seele Besitz zu ergreifen.

Ich träume jede Nacht und diese Träume werden immer bedrückender. Ein schrecklicher Alb lastet auf meiner Brust. Es war als sähe ich durch fremde Augen und befände mich an entfernten Orten. Ich sah mich mit meinen eigenen Händen in einem Waldstück an einem Fluss einen alten bärtigen Manne erschlagen, ohne dass ich dies wollte.

Ich sah ferne Orte und eine samtweiche Stimme in meinem Kopf versuchte mich dorthin zu locken. War es der Leibhaftige selbst, der mich in seine Klauen führen wollte? Denn all diese Orte waren gefärbt wie Blut. Und selbst mit glitzerndem Silber versuchte er mich ein um das andere Mal zu locken.

Und jede Nacht habe ich das Gefühl tiefer und immer tiefer in bodenlose Abgründe zu fallen. Dort um mich herum vermeine ich Schemen wahrzunehmen, die im einen Moment Engeln zu gleichen scheinen, doch im anderen doch entstellte Wesen sind.

Gott der Herr stehe mir bei.

25.06.2012 - Liste Willibalds

 

16. März 1045 Brünn

Am Tage der Krönung des Barons fielt ein Stern auf Brünn hernieder.

 

Februar 1046 Losingen

In der Nacht auf den 2. Februar flog etwas sehr großes in den Stadtweiher - am Morgen war aller Schlamm und alle Fische ringsherum am Rand verteilt.

 

23. August 1058 Wertlingen

Ein Blitz oder etwas Ähnliches schlug des Nachts in die Gruft der Familie des Ritters auf dem Friedhof von Wertlingen ein, die dadurch zusammenstürzte.

 

13. Oktober 1059 Tabor

Ein Meteorit fiel am frühen Morgen vom Himmel herunter.

 

Mai 1061 Zwiefurt

Auf der Bergspitze des Traisental-Felsen war kurz sehr starkes Wetterleuchten zu sehen.

 

Dezember 1065 Budweis

Ein heller Komet zog seine Bahn über Budweis, er war fast die ganze Nacht zu sehen.

 

28. Januar 1069 Pilsen

Ein Art Blitz fuhr aus heiterem Himmel in die Erde, ohne das Wolken zu sehen gewesen wären.

 

14. Februar 1072 Prag

In Prag beschworen mehrere Einwohner sie hätten des nachts einen hellen Strahl am Himmel gesehen.

 

1076 Schwarzeich

Irgendetwas hat einen so lauten Donnerknall verursacht, dass das ganze Dorf erwacht ist.

 

8. Mai 1080 Gallys

Irgendetwas hat einen großen Krater im klösterlichen Forst verursacht.

 

12. Dezember 1085 Wehrheim

Ein Art silbernes Geschoss zerstörte gegen Mitternacht einen größeren Teil der Stadtmauer.

 

Pfandbrief der Stadt Brünn
Pfandbrief der Stadt Brünn

11.06.2012 - Text Willibald

Der Sage nach war es der Einschlag eines Sterns auf Erden der fast alles Leben dort tötete. Alles im Umkreis von vielen Meilen wurde zerrissen. Riesige Wellen rasten aus den Ozeanen auf das Festland. Stürme tosten über die Erde und glühendes Gestein fiel vom Himmel. Die Sonne wurde verfinstert und zeigte für viele Monde nicht mehr ihr Anlitz. So wurde es eisig und kalt auf Erden. Kein Tier hatte mehr genug zu fressen. Zuerst starben die Pflanzenfresser, dann die Raubtiere, weil sie keine Beutetiere mehr fanden. So begann die Zeit des Menschen.

11.06.2012 - Liste Todestage Päpste

 

Unsere heiligen Väter und wann sie ins Reich Gottes aufstiegen. Der Herr möge ihren Seelen gnädig sein.

 

November 1003 Silvester II.

29. April 1009 Johannes XVIII.

1012 Sergius IV.

März 1024 Benedikt VIII.

13 August 1032 Johannes XIX.

Benedikt IX.

16. März 1045 Silvester III

Hornung 1046 Gregorius VI

17. Oktober 1047 Clemens II

30. April 1048 Damasus II

1054 Leo IX

22. Mai 1057 Victor II

Stephanus IX

Oktober 1059 Benedictus X

03. Mai 1061 Nicolaus II

14. Februar 1072 Alexander II

12. Dezember 1085 Gregorius VII

27. Juli 1099 Urbanus II

 

11.06.2012 - Brief an Willibald/Willas

 

Willas,

 

die Fanatiker haben sich auf die falsche Fährte locken lassen? Am 23.11. in Eichhausen bei Prag? Dann können sie suchen bis der letzte Tag anbricht. Man müsste denken, dass sie selber besser wissen als wir, wann ihre Päpste das Zeitliche gesegnet haben…

 

Bringe das Silber des Franzosen weiter nach Gallys und verstecke es bei der Liste. Er wird dorthin kommen und es abholen. Bleibe solange dort und warte auf ihn. Du wirst ihn erkennen.

 

Schalom

 

11.06.2012 - Brief Willibald an Bruder Gabriel

 

Bruder Gabriel,

 

ich habe nach was ihr gesucht habt. Mittlerweile habe ich alle Stellen gefunden. Sucht mich im Schwarzen Löwen auf, sobald ihr hier in der Stadt seid.

 

Ihr hattet Recht, es suchen offensichtlich auch andere danach. Ein gewisser Thorben von Welsungen hat in der ganzen Gegend um Losingen herumgeschnüffelt, ich konnte ihm aber dank Eurer Warnung aus dem Wege gehen.

 

Allerdings habe ich auf dem Weg von Prag aus immer wieder denselben Wanderprediger gesehen, aber das war sicher Zufall.

 

Gehabt euch wohl,

Willibald

 

11.06.2012 - Text von Bruder Gabriel

 

Die Tage des Behemoth - Klagelieder Buch Daniel 3:27

 

Er verschlang 99 Tage lang allen Erwerb der Menschen, bis es unmöglich wurde, sie zu ernähren.

Ohne Ansehen auf Herkunft, Alter und Größe fraß er 99 Tage lang alles Getier und Gewürm, dessen er habhaft werden konnte.

Und er verschlang 99 Tage lang die Toten und riss die Leichen aus der Erde.

Und schließlich wandte er sich gegen die Menschen selbst, um zu fressen ihr Fleisch und zu trinken ihr Blut.

Und er war gewachsen bis er riesig war wie ein Berg, sein Fuß groß genug um einen ganzen Heerzug zu zermalmen.

Und sein Vater sah es mit Wohlgefallen und nannte ihn Behemoth.

Und die, die das Blut mit ihm teilten, huldigten ihm und nannten sich den 13. Stamm und unterjochten die Menschheit mit seiner Hilfe.

 

30.05.2012 - Schemot-Fragment des Henoch

 

שְׁמוֹת

Schemot - und der Prophet sah den Behemoth und seine Diener.
Davon will ich berichten.

Wisse es ist der achte Sohn den du zu fürchten hast, der den sie Behemoth nannten.

Das Weib, bei der der König der Welt lag um ihn zu zeugen, war Arama, Frau des Effret.
Und als er das Licht der Welt erblickt hatte, waren es ihre drei Kinder Ismail, Jared und Thirza und auch ihr Bruder Melachi und ihre Schwester Chem die erkannten dass sie Blutsbande mit ihm teilten.
So huldigten sie ihm und wurden seine Diener und nannten sich Aramäer. Dies ist er, der dreizehnte Stamm, vom Propheten verflucht.
Sie gingen ins vergessene En-Dor, die Stadt der Toten. Und der König der Welt verriet ihnen verbotenes Wissen in dunklen mondlosen Nächten. Und die größte Macht erlangten sie, wenn der König der Welt ihnen einen Tropfen seines eigenen Ibburs gab.
Von dort aus suchten sie die Welt heim und grausame und unaussprechliche Dinge geschahen dort.

Durch ihre Berührung alleine folgten die Menschen dem Rufe der Verzweiflung und veloren jeden Willen zu leben und suchten den Tod. Im Augenblicke ihres Vergehens drangen die Dibbuk in ihre Leiber ein und unterwarfen sie Puppen gleich ihrem Willen. So zogen sie langsam wie im Schlafe über die Erde - ohne Speise oder Trank zu sich zu nehmen, ohne das Haupt zur Ruhe zu betten, ja selbst ohne zu atmen. Furchtbare Wesen, deren Geist so ewig lebt und deren Körper nur durch reinigendes Feuer von der Erde zu tilgen sind.

Ihr Bruder, der Behemoth war der einzige der Nephilim, der jemals die Oberfläche der Welt beschritt. Zur nämlichen Zeit wütete er grausam und niemand auf Erden konnte ihm widerstehen.

Als das Ende kam lag er, in Zauber gehüllt, unter dem Antlitz der Chem, abseits der Zeit in der Welt der Menschen. Dort schläft er bis dereinst das Zeichen der Alten von ihm genommen werden wird so dass er in die Zeit zurückkehrt. Den Ruf der Verzweiflung woben sie um ihn, dem die Menschen zu ihm folgen werden und sie werden jeden Willen zu leben verlieren und den Tod suchen.

Und ihr Ibbur wird ihm Kraft geben.
Mit einem jedem wird sein wird Herz schneller schlagen bis er sich eines Tages erhebt und zurückkehrt in die Welt.

Als das Ende nahte und mit ihm die Flut, wurden die Aramäer gewarnt durch die Arama, die da ist ihre Mutter. Sie fassten den Plan sich der Körper der Nephilim zu bemächtigen und so die Flut zu überdauern.

Die drei Geschwister des Behemoth stahlen das Geheimnis des Weges von Hierosolyma zu den Chalima von den Grigori. Nach En-Dor brachten sie die Tafeln.
Zuvor noch vollzogen sie in einem Ritus den Akt des Überganges des Ibbur auf unheilige und widernatürliche Weise um noch vor der Geburt die Leiber der Nephilim von ihrem Geiste und Ibbur zu trennen. So trachteten sie sich selbst später, nach der Flut, ihrer bemächtigen zu können indem sie als Dibbuk in die neugeborenen Söhne auf Erden einfahren.

Sie beschritten den Weg und traten über in die Zwischenwelt. Nur ihre Leiber blieben zurück in En-Dor, wo sie bis heute unter dem Antlitz  des Melachi liegen als wären sie in tiefem Schlafe. Denn diese ihre Leiber sind immer noch Teil ihrer selbst und ohne sie können auch sie nicht bestehen.
Doch ihre Hinterlist und Tücke wandte sich gegen sie selbst. So kam es dass nicht nur das Ibbur, sondern auch die Leiber der Söhne nicht in die Welt der Menschen geboren wurden. Nun blieben die Aramäer selbst gefangen in der Zwischenwelt, als Schatten ohne eigenen Leib.

Die Arama selbst wollte als letzten Ausweg nun ihr eigenes Leben hingeben um sie in die Menschenwelt zurückzuholen. Wie einst in En-Dor, sollten sie im Moment ihres Todes als Dibbuk in sie einfahren. Denn einmal auf Erden wäre es ein Leichtes für sie die Berührten zu suchen und deren Leiber zu stehlen und so wieder lebendig zu werden.
Doch Noach, der Vater der zwölf Stämme und Auserwählte, erkannte ihre Absichten, als die Arama im Traume mit ihren Kindern von diesem jenem Plane sprach. Mit Hilfe des Gottes der sein Herr war, erschuf er ein magisches Gefäß das er die Lade des Bundes mit dem Herren nannte. Darin gab es weder Zeit noch Raum und dorthin war es wohin er die Arama lockte und dort band. So ist sie nun gefangen und kann keinen Menschen mit dem Mal ihrer Berührung zeichnen und vermag so ihren Kinder keinen Weg zu öffnen.
Und als er die Lade verschloss, hielt die Welt einen Augenblick inne und den Atem an, als gäbe es keine Zeit.
So ist den drei Dibbuk der Weg versperrt wenn die Arama fern der Menschen bleibt.

Und der Prophet sah, wie auf Geheiß des falschen Gottes die gesamte Menschheit elendiglich ertrunken war und bedeckte sein Haupt und schwor ihm ab auf alle Zeiten.


 

 


 

21.05.2012 - Bereschit-Fragment des Henoch (Thingus Markomanni)

 

בְּרֵאשִׁית

Bereschit - und der Prophet sah das was war.

Davon will ich berichten.

 

Das Bemidbar muss seinen Anfang genommen haben, als der Ebn des fernen Andersterns vom Himmel kam, doch davon hat der Prophet keine Kunde.

 

Das Gedächtnis der Menschheit beginnt mit dem Abstieg zweier Vorahnen, noch Tieren gleich, zum Ebn. Tiefer und tiefer stiegen sie und litten bald großen Hunger. Da träumte einer von ihnen des nächtens von einem prächtigen Baume voll saftiger Äpfel.

Und am nächsten Tag begab es sich dass tatsächlich an eben jenem Ort, tief unter der Erde ein solcher Baum gewachsen war.

Der als erster hinein nach seinen Früchten griff erhielt so sein Ibbur und erkannte sich selbst und nannte sich Evr. Und nach ihm folgten der andere, der sich Avam nannte und später auch ihre gesamte Sippe.

Doch schon am Tage danach hatten sich die Grundfesten der Welt völlig verändert. Alles was sie des nachts träumten, war am nächsten Tag Wirklichkeit geworden, Orte wie auch Wesen. Egal ob feuerspeiender Berg oder Blumenwiese, ob lächelnde Jungfrau oder bluttriefendes Ungeheuer, es war in die Welt gekommen. Und so waren die Menschen nicht mehr allein und nicht mehr Herren ihrer selbst und der Erde.

 

In jenen dunklen Tagen der Altvorderen entdeckte der, den der falsche Prophet Jahwe nennt, das Geheimnis des Ebn. Er wartete ab bis der Mond sich unter den Kometen schob und rief durch die gewaltigen Kräfte, die dadurch freigesetzt wurden, eine große Katalyse herab, die den Ebn mit all der herabgerufenen Dunkelheit der dunklen Seite des Mondes versteckte. Die Erde erzitterte und ächzte. So kam es, dass die Mythen verblassten und aus der Welt der Menschen schieden, da sie keine Verbindung mehr zum Ebn hatten und so ihre Gestalt verloren. Und die Welten trennten sich. Die Menschen träumten weiter, doch was sie träumten war nun fern in der Anderwelt.

 

Der den sie Jahwe nennen, schickte seinen getreuen Diener, den Lichtbringer Sa-I-Tan von der Anderwelt auf die Erde um dort sein Werk zu tun mit der Kraft die er ihm durch den roten Kometen übertrage. Doch eines Tages erkannte der Sa-I-Tan die Macht der Seelenopfer und sah dass er auch ohne den Jahwe auf Erden wirken könne. So machte er sich zum König der Welt.

 

Und auch als Jahwe sieben seiner Diener schickte, die da hießen Mahawaj, Samael, Semjasa, Harut, Lilith, Ezechiel und Volac, fielen diese von ihm ab. Der König der Welt gab ihnen Gestalt und Körper und sie brachten im Gegenzug auf sein Geheiß die Sünde unter die Menschen.

 

Sie suchten die Menschen von allen Göttern abzubringen indem sie ihnen Wissen und ungeahnte Einsichten weitergaben. Doch noch bevor sie die vollenden konnten, brach die Zeit des Behemoth an.

 

  Der, den sie den einen Gott nennen, sah all dies und beschloss die Erde lieber zu vernichten, als all dies geschehen zu lassen. Mit einer großen Sintflut tilgte er bis auf seine Auserwählten alle Menschen von Erden.

 

Und zur gleichen Zeit überzogen seine Erzengel Gabriel, Michael, Raphael und Uriel den König der Welt und die sieben Gefallenen mit Krieg und Verderben.

Als ihr Untergang unausweichlich war, suchten sie nach einem Ausweg und trachteten durch den roten Kometen zu fliehen. Doch stattdessen wurden sie hinab gerissen zum Ebn und die Dunkelheit die ihn seit den Tagen der Katalyse umgab. Neun Tage fielen sie und man hörte sie in der Tiefe brüllen.

 

Doch auch der König der Welt vermochte alleine nicht länger zu widerstehen. Jeder der Erzengel durchbohrte ihn mit seinem Schwerte und jedes mal schrie er und ein Tropfen seines Ibbur fiel hinab auf die Erde und brannte sich tief unter die Erde und wurden dort zu Stein. Sie waren das Einzige, was von ihm auf Erden zurückblieb als er hinabgestürzt wurde und das Schicksal der Gefallenen teilte. Diese vier Blutsteine sind noch ein Widerhall seiner einstige Macht. Dies sind Orte an denen die Toten auferstehen und sein Geist wie ein weit entferntes Echo aus der Vergangenheit und der fernen Welt herüberweht in den Zeiten der Tangenten.

 

Doch der Jahwe hatte gewaltige Macht entfesselt, die er nicht zu bändigen wusste. Durch die grenzenlosen Kräfte und das brodelnde Wasser der Sintflut kam es zum zweiten Male zur Katalyse auf Erden. Sie ließ nun die Dunkelheit des Mondes gerinnen und den Weg zum Ebn wie einen Panzer aus Nacht werden. Seit diesem Tage sind nun die Welten endgültig getrennt und auch der Weg des Komet selbst ist verschlossen und niemand vermag Einfluss zu nehmen auf den Lauf der Menschenwelt.

 

Wisse dass dies die Ordnung der Welten ist und dass dies so bleiben wird bis zum Dewarim.

 

שְׁמוֹת

Schemot - und der Prophet sah den Behemoth und seine Diener.

Davon will ich berichten.

 

 

 

 

Wisse es ist der achte Sohn den du zu fürchten hast, der den sie Behemoth nannten.

 

Das Weib, bei der der König der Welt lag um ihn zu zeugen, war Arama, Frau des Effret.

Und als er das Licht der Welt erblickt hatte, waren es ihre drei Kinder Ismail, Jared und Thirza und auch ihr Bruder Melachi und ihre Schwester Chem die erkannten dass sie Blutsbande mit ihm teilten.

So huldigten sie ihm und wurden seine Diener und nannten sich Aramäer. Dies ist er, der dreizehnte Stamm, vom Propheten verflucht.

Sie gingen ins vergessene En-Dor, die Stadt der Toten. Und der König der Welt verriet ihnen verbotenes Wissen in dunklen mondlosen Nächten. Und die größte Macht erlangten sie, wenn der König der Welt ihnen einen Tropfen seines eigenen Ibburs gab.

Von dort aus suchten sie die Welt heim und grausame und unaussprechliche Dinge geschahen dort.

 

Durch ihre Berührung alleine folgten die Menschen dem Rufe der Verzweiflung und veloren jeden Willen zu leben und suchten den Tod. Im Augenblicke ihres Vergehens drangen die Dibbuk in ihre Leiber ein und unterwarfen sie Puppen gleich ihrem Willen. So zogen sie langsam wie im Schlafe über die Erde - ohne Speise oder Trank zu sich zu nehmen, ohne das Haupt zur Ruhe zu betten, ja selbst ohne zu atmen. Furchtbare Wesen, deren Geist so ewig lebt und deren Körper nur durch reinigendes Feuer von der Erde zu tilgen sind.

 

 

 

 

Ihr Bruder, der Behemoth war der einzige der Nephilim, der jemals die Oberfläche der Welt beschritt. Zur nämlichen Zeit wütete er grausam und niemand auf Erden konnte ihm widerstehen.

 

Als das Ende kam lag er, in Zauber gehüllt, unter dem Antlitz der Chem, abseits der Zeit in der Welt der Menschen. Dort schläft er bis dereinst das Zeichen der Alten von ihm genommen werden wird so dass er in die Zeit zurückkehrt. Den Ruf der Verzweiflung woben sie um ihn, dem die Menschen zu ihm folgen werden und sie werden jeden Willen zu leben verlieren und den Tod suchen.

 

Und ihr Ibbur wird ihm Kraft geben.

Mit einem jedem wird sein wird Herz schneller schlagen bis er sich eines Tages erhebt und zurückkehrt in die Welt.

 

 

 

 

Als das Ende nahte und mit ihm die Flut, wurden die Aramäer gewarnt durch die Arama, die da ist ihre Mutter. Sie fassten den Plan sich der Körper der Nephilim zu bemächtigen und so die Flut zu überdauern.

 

Die drei Geschwister des Behemoth stahlen das Geheimnis des Weges von Hierosolyma zu den Chalima von den Grigori. Nach En-Dor brachten sie die Tafeln.

Zuvor noch vollzogen sie in einem Ritus den Akt des Überganges des Ibbur auf unheilige und widernatürliche Weise um noch vor der Geburt die Leiber der Nephilim von ihrem Geiste und Ibbur zu trennen. So trachteten sie sich selbst später, nach der Flut, ihrer bemächtigen zu können indem sie als Dibbuk in die neugeborenen Söhne auf Erden einfahren.

 

Sie beschritten den Weg und traten über in die Zwischenwelt. Nur ihre Leiber blieben zurück in En-Dor, wo sie bis heute unter dem Antlitz  des Melachi liegen als wären sie in tiefem Schlafe. Denn diese ihre Leiber sind immer noch Teil ihrer selbst und ohne sie können auch sie nicht bestehen.

Doch ihre Hinterlist und Tücke wandte sich gegen sie selbst. So kam es dass nicht nur das Ibbur, sondern auch die Leiber der Söhne nicht in die Welt der Menschen geboren wurden. Nun blieben die Aramäer selbst gefangen in der Zwischenwelt, als Schatten ohne eigenen Leib.

 

 

 

 

Die Arama selbst wollte als letzten Ausweg nun ihr eigenes Leben hingeben um sie in die Menschenwelt zurückzuholen. Wie einst in En-Dor, sollten sie im Moment ihres Todes als Dibbuk in sie einfahren. Denn einmal auf Erden wäre es ein Leichtes für sie die Berührten zu suchen und deren Leiber zu stehlen und so wieder lebendig zu werden.

Doch Noach, der Vater der zwölf Stämme und Auserwählte, erkannte ihre Absichten, als die Arama im Traume mit ihren Kindern von diesem jenem Plane sprach. Mit Hilfe des Gottes der sein Herr war, erschuf er ein magisches Gefäß das er die Lade des Bundes mit dem Herren nannte. Darin gab es weder Zeit noch Raum und dorthin war es wohin er die Arama lockte und dort band. So ist sie nun gefangen und kann keinen Menschen mit dem Mal ihrer Berührung zeichnen und vermag so ihren Kinder keinen Weg zu öffnen.

Und als er die Lade verschloss, hielt die Welt einen Augenblick inne und den Atem an, als gäbe es keine Zeit.

So ist den drei Dibbuk der Weg versperrt wenn die Arama fern der Menschen bleibt.

 

Und der Prophet sah, wie auf Geheiß des falschen Gottes die gesamte Menschheit elendiglich ertrunken war und bedeckte sein Haupt und schwor ihm ab auf alle Zeiten.

 

 

 

 

 

14.05.2012 Wajikra-Fragment des Henoch (aus der Fontis Praga)

 

וַיִּקְרָא


Wajikra - und der Prophet sah die Benei Ha-Elohim und die Felder der Nephilim.

Davon will ich berichten.

 

Als die Benei Ha-Elohim bei den Menschenfrauen lagen, zeugten sie die sieben Nephilim, die Söhne, um ihre Linie weiterzuführen über den drohenden Untergang hinaus. Doch bei den Nephilim wurden nicht, wie es durch die Gesetze des Bemidbar bei der Geburt eines jeden einfachen Menschenkindes geschieht, Geist, Körper und Seele vereint, sondern diese wurden durch Niedertracht voneinander getrennt.

 

So begann der heimatlose Geist die rastlose Wanderung durch die Blutlinien der Menschen auf der Erde.

Während die Leiber seitdem wie tot schlafen in den Feldern der Nephilim.

Und ihr Ibbur mit den Benei Ha-Elohim verschwand, am Tag als sie fielen.

 

Der Prophet sah sie im Traume.

Herrschaftlich anzusehen sind sie, wie der Sternenhimmel in einer Sommernacht. Von vollkommener und makelloser Gestalt. Stärker als der Elefant des Südens. Schneller als die Antilope in den baumlosen Weiten der Steppe. Geschmeidiger als die Schlange im Sand. So liegen sie in der anderen Welt.

 

 Sie warten auf den Berührten der sie schließlich mit Leben erfüllen kann. Und die Kräfte seines gefallenen Ahnen selbst werden die seinen sein, wenn er dessen Ibbur mit sich führt.

 

Die sieben Berührten sind es, die das Blut der Benei Ha-Elohim in sich tragen. Durch die der Geist der Gefallenen von Generation zu Generation durch alle Zeitalter weiterlebte.

 

Höre nicht auf den falschen Propheten, unser Ende ist nicht vorbestimmt.

 Denn das Ibbur der sieben Gefallenen wird eines Tages befreit aus der Gefangenschaft und zurückkehren auf die Erde. Als flüssiges Silber wie es der Ebn selbst ist. Doch niemand vermag zu sagen, welche Spuren die Zeit hinterlassen haben mag.

 

Wisse dass jeder der Sieben dein Bruder ist und ein Freund der Menschen. Schließe dich ihm an, stehe ihm zur Seite und gib dein Leben für das seine, wenn dies nötig ist. Denn ohne ihn wird es verwirkt sein.

 

Ihr Weg ist lang. Sie mögen sich in der Welt der Anaschim niemals selbst erkennen oder sie mögen ihr Leben lassen durch Unwissenheit der Menschen oder durch die Niedertracht des dreizehnten Stammes, wie es im Schemot steht.

 

Doch selbst wenn sie sich selbst und ihren Ahnen erkennen, bevor der Komet wieder erscheint.

Wenn sie sich aufmachen um von Hierosolyma aus den Weg in die Felder in die Felder beschreiten.

So ist es doch mehr als ungewiss ob auch nur ein Einziger von ihnen dort sein wahres Selbst zu finden vermag

und ob er schließlich zum Ebn gelangen wird um dort die Wahl des Dewarim im Namen Aller zu treffen.

 

07.05.2012 - Dewarim-Fragment des Henoch (aus Rungheim/Gallys)

 

דְּבָרִים 

 

 

Dewarim - und der Prophet sah das, was sein wird, das Ende der Zeit.

Davon will ich berichten.

 

Wisse, die Zeit des Menschen auf Erden ist nur geborgt. Immer wenn der ferne Anderstern über dem Ebn steht, zeigt dort für kurze Zeit der rote Komet sein Antlitz am Himmel, sein Schein wird wieder auf die Erde fallen und seine Kraft kehrt für diese Zeit zurück.

 

Doch eines hoffentlich fernen Tages, von dem ich hoffe dass er noch weit in der Zukunft liegt, wird dies nur der Anfang sein und große Ereignisse werden folgen. Denn unaufhaltsam über die Jahre hinweg, bewegen sich die Gestirne langsam am Himmel weiter, bis sie eines Tages so stehen wie am Tage der Katalyse. Dann wird wieder der Mond auf einer Linie zwischen den beiden stehen. Die Astrologen und Sterndeuter der Sumerer heißen dies Tangente.

 

Dies wird die Ankündigung des Widerstreits sein zwischen dem Menschen und jenen Mächten die er schuf. Der Komet wird es sein, der den Anfang der Zeit der Entscheidung anzeigt, sei es im Guten wie im Schlechten. Mit ihm wird der Widerschein der sieben Gefallenen am Himmel aufscheinen.

Und deren Verlöschen eines nach dem anderen wird das Ende ankündigen.

Damit, dass das erste der sieben Ibbur auf Erden seine Macht verliert, wird es beginnen. Eines nach dem anderen werden sie, so wie sie die Erde betraten, auch wieder vergehen. Immer wenn der Mond verschwindet und die Nacht dunkel ist. Und mit der Dunkelheit wird immer auch der Widerschein eines Gefallenen verlöschen. Und dann wird erneut der rote Komet sein Haupt erheben und die Zeit ist gekommen.

 

Achte die Zeichen.

 

So mag die Apokalypse kommen und mit ihr das jüngstes Gericht des einen Gottes, wenn der Ebn wieder auf ewig auf der Erde erglüht und die Tage der Altvorderen zurückkehren.

 

So mag der König der Welt mit seinen Dienern zurückkehren und mit ihm der Behemoth, wenn der Komet auf ewig und für alle Tage am Himmel stehen bleibt und mit ihm die Magie.

 

So mag die Menschheit Luft holen und der Komet erlöschen am Himmel und wieder seine Macht verlieren. Doch auch diese Zeit ist nur geborgt und die Söhne der Söhne werden unseren Kampf weiterführen müssen in den Tagen die da kommen mögen.

 

So mag schließlich und endlich auch das goldene Zeitalter anbrechen, in dem der Mensch den Menschen liebt und die Ibbur eins sind und der Ebn in ihnen aufgeht und seinen Schrecken verliert.

 

 

Das Erbe tragen die sieben, die sie Tangeri nennen, die unerkannt unter den Menschen wandeln. Erst wenn ihre unsterbliche Seele den Körper verlässt und dort an dieser Stelle am Kopfe unter der Haut das Zeichen der Alten entsteht, dann offenbart sich ihre Natur.

 

Doch wer die Zeichen zu lesen vermag, wird auch ihre Ankunft erkennen.

 

Das Auge des einen Gottes wird blind sein, denn ein jeder wird kommen an jenem Tage, wenn der eine Gott ohne Vertreter ist auf Erden.

Das Auge des Königs der Welt wird blind sein, denn an jenem Tage wird er an eben dieser Stelle Unheil bringen unter die Menschen auf Erden.

Und ein jeder wird auf Erden begrüßt werden, an jenem Tage und am Orte seiner Geburt mit dem Ibbur des Gefallenen selbst.

 

Daran werdet ihr sie erkennen.

 

Die Tangeri können für einen Moment die Herren des Schicksals werden, zur Zeitenwende, am Ebn in der Anderwelt.

Sie können dann über den Göttern stehen, denn sie sind die einzigen, die die Wahl haben.

Sie sind es, die der eine Gott fürchten muss.

 

Doch nimm dich in Acht - mit Wahnsinn geschlagen wird wessen Hand berührt was sie nicht berühren soll.

 

Ohne die sieben Tangeri werden unerbittlich der jüngste Tag und sein Reich kommen. Doch der falsche Prophet lügt - es wird nicht das Paradies sein, was uns und die unseren erwarten. Denn sein Gericht wird Gnade bringen nur für die Reinen und bitteres Recht für den Rest.

 

ְּבָרִים

Dewarim - und der Prophet sah das, was sein wird, das Ende der Zeit.

Davon will ich berichten.

 

ְּבָרִים

Dewarim - und der Prophet sah das, was sein wird, das Ende der Zeit.

Davon will ich berichten.

23.04.2012 - Brief des Toten Oppidum Brena

 

Gott zum Gruße, Bruder Raphael,

 

es gibt einen See der so heißt. Er liegt in der Nähe von Brünn, dort soll der Überlieferung nach eine ganze Stadt durch einen Bergrutsch verschüttet worden sein. Vielleicht ist es dort.

 

Mit „Fontis Praga“ kann ich nichts anfangen. Vielleicht die Quelle der Moldau?

 

„Thingus Markomanni“ bezieht sich wohl auf die Markomannen, einen germanischen Heiden-Stamm, der in der Zeit unseres Herrn Jesus Christus in einem Bergtal unter der Adlerspitze hier im Riesengebirge lebte.

 

Das Fragment des Henoch, das unser ehrwürdiger Abt fand, ist sicher hier in Rungheim angekommen. Ist es wahr, dass er bei einem Konvent in der ewigen Stadt den heiligen Vater von unserer heiligen Mission zu überzeugen versucht hat? Wahrlich, wenn die gesamte Christenheit zu uns stünde, wäre es ein Leichtes, jeden von ihnen zu finden.

 

Der Herr möge sein Antlitz leuchten lassen über dich und deine Aufgabe

 

Wolf von St. Clement

Rungheim im November des Jahres 1092 unseres Herrn

 

23.04.2012 - Bemidbar-Fragment des Henoch (vom Druidenhügel/Baranierkloster)


בְּמִדְבַּר

 

Bemidbar - und der Prophet sah das Wesen der Welt.

Davon will ich berichten.

 

Es ist nicht so, dass Gott die Menschen geschaffen hat.

Nein, es war der Mensch, der Gott erschaffen hat.

 

Dies ist kein Gleichnis, keine Parabel, sondern es ist so wie du es hier geschrieben siehst.

Es gibt einen Gott und er wurde vom Menschen geschaffen, auch wenn der falsche Prophet davon berichtet, wie der, den er den einen Gott nennt, die Welt schuf.

   
 

Wisse dass alle Kraft vom Ebn ausgeht

Der Stoff aus dem das Ibbur, die Seele des Menschen ist und auch die Elohim selbst und all ihre Macht, ist eine fassbare Essenz von Kraft. Sie kommt vom Stein der Seelen, dem Ebn, tief unter der Erde in der anderen Welt.

 

 

 

Wisse dass es nicht eine einzige Welt gibt, sondern derer drei.

 

Die erste ist die Menschenwelt, die Welt der Anaschim.

Die dauerhaft ist und wirklich. Die Welt in der du geboren wurdest und in der du auch sterben wirst.

 

Die zweite ist die Zwischenwelt, die Welt der Chalima.

Oft warst du schon dort, auch wenn sie dir nicht vertraut ist sondern absonderlich dünkt und fremd. Du besuchst sie des Nachts. Es ist die Welt der Träume. In die du ohne freien Willen hinübergehst als würdest du von dort gerufen. Dort erschaffst du aus all deinen Erlebnissen und Gedanken flüchtige Illusionen von Wirklichkeit, die dort auf dich zu warten scheinen und doch allein aus dir selbst entstehen.

Doch es ist weit mehr als das. In dieser Welt sind die Erinnerungen aller Menschen die jemals gelebt haben vereint. Wie ein gigantischen Labyrinth, das kein Ende kennt und keinen Anfang. Die Taten deiner Vorfahren von der Wiege bis zur Bahre. Menschen und Dinge die längst zu Staub zerfallen sind, warten dort darauf in Träumen und Gedanken wiederzukehren. Dort ist es, wohin der Prophet ging, dort sah er all das, was du in diesen Schriften lesen kannst.

Wer immer sich in der Zwischenwelt aufhält, kann in die Träume der Menschen und die Erinnerungen sehen von allen Lebenden und Toten. Dort gibt es keine Geheimnisse mehr und alles Verschüttete kommt wieder zurück ans Licht der Wahrheit.

Von dort ist es auch, woher dein Ibbur kommt und dorthin kehrt es zurück wenn du dein Leben lässt im ewigen Kreislauf des Lebens.

   

Die dritte ist die Anderwelt, die Welt der Elohim

Dies sind die unheimlichen und unwirklichen Gestade die selbst der Prophet nie gesehen hat und in denen die Träume und Vorstellungen der Menschheit weiterleben. In ihrem Zentrum und weit zurück in der Zeit liegt der Ebn. Und um ihn herum entstehen zahllose Felder von Wirklichkeit und vergehen wieder. Um ihn herum wandeln die Elohim - Wesen die entstehen und wieder vergehen wie Nebel im Wind.

 

 

  Wisse dass die Mythen dieser Welt Wirklichkeit waren und wahrhaftig geschehen sind.

Der Prophet sagt, es ist der Mensch, der sie unablässig formt, gleich einem Märchenerzähler, der das Bild einer Szene im Kopfe seines Zuhörers entstehen lässt. Und was er schöpft, erweckt er mit der Essenz seines Ibbur in der Anderwelt zum Leben. Gleich den Träumen in der Zwischenwelt. Und sind es derer viele, in deren Gedanken dies geschieht so wird der Elohim dauerhaft Gestalt annehmen.

 

Wisse dass der Widerstreit der Elohim im Jenseits gekämpft, aber im Diesseits entschieden wird.

Wenn die Menschen von Glauben erfüllt sind, von tiefem und wahrem Glauben an ihn, dann geben sie die Kraft ihres Ibbur an eben diese Elohim weiter. Dorthin in die ferne Anderwelt, wo sie sich einem Tropfstein gleich, nicht wahrnehmbar und doch stetig zunehmend ablagert. Mit jedem Gläubigen kommt mehr davon zusammen. Auch du trägst dazu bei. Ein jeder Gläubige ist ein weitere Kiesel im gewaltigen Fundament ihrer Macht. Durch die Kraft der Menschen kann die Macht der Elohim bis ins Unermessliche wachsen.

Daraus vermögen sie unheilige Dinge zu wirken in dieser seltsamen Welt, nur die Erde selbst bleibt dem verwehrt seit den Katalysen. Nur wenn der rote Komet am Himmel steht, dringt ein schwacher Schatten der Kraft des Ebn und der Elohim herüber in die Welt der Menschen. Dort zuckt sie hernieder an silbernen Blitzen und geht über auf Erden, wo sie wundersame Dinge geschehen lässt und als körperlose Kraft in der Welt verbleibt.

So dreht sich alles um die Kraft und um den Menschen, von dem sie kommt. Unerbittlich wird darum gerungen, denn ohne sie kann kein Elohim leben.

 

  

Dies alles mag dir gar seltsam und fremd erscheinen, so wie auch ich es nicht glauben konnte. Doch der Prophet kam zu mir in meinen Träumen und offenbarte mir Dinge, die ich nicht für möglich gehalten hätte und so sah ich, dass es die Wahrheit ist.

Hast du Zweifel, so achte auf einen roten Widerschein und was einem Portale gleicht in deinen Träumen. Aber bedenke stets, die Kraft des Propheten ist endlich und lange schon verweilt er dort in der Zwischenwelt, vergeude sie nicht.

 

 

16.04.2012 - Brief Hofrat Jared an Meister Willibald

 

Werter Meister Willibald,

 

Ihr habt mir da eine sehr interessante Frage gestellt.

Wenn man das Auftreten des roten Kometen verfolgt, dann kann man eine grundsätzliche Ausrichtung der Gestirne erkennen, die immer ähnlich ist. Taurus steht über den Kykladen. Diese Konstellation dürfte in etwa alle 200-300 Jahre eintreten. Wenn meine Berechnungen stimmen, so tritt allerdings innerhalb des nächsten Jahres eine ganz außergewöhnliche Konstellation auf – der Mond schiebt sich genau an die Stelle des Kometen. Dafür besteht nur eine winzige Wahrscheinlichkeit so dass dies nur alle mehrere Tausend Jahren einmal eintritt. Ob die beiden sich zu einem Gestirn vereinigen?

Was das mit dem gehäuften Auftreten von Sternschnuppen hier in unserer Gegend zu tun hat, vermag ich euch nicht zu sagen.

 

Ich hoffe euch geholfen zu haben.

Jared, königlicher Hofastronom außer Dienst

 

Werter Meister Willibald,

 

Ihr habt mir da eine sehr interessante Frage gestellt.

Wenn man das Auftreten des roten Kometen verfolgt, dann kann man eine grundsätzliche Ausrichtung der Gestirne erkennen, die immer ähnlich ist. Taurus steht über den Kykladen. Diese Konstellation dürfte in etwa alle 200-300 Jahre eintreten. Wenn meine Berechnungen stimmen, so tritt allerdings innerhalb des nächsten Jahres eine ganz außergewöhnliche Konstellation auf – der Mond schiebt sich genau an die Stelle des Kometen. Dafür besteht nur eine winzige Wahrscheinlichkeit so dass dies nur alle mehrere Tausend Jahren einmal eintritt. Ob die beiden sich zu einem Gestirn vereinigen?

Was das mit dem gehäuften Auftreten von Sternschnuppen hier in unserer Gegend zu tun hat, vermag ich euch nicht zu sagen.

 

Ich hoffe euch geholfen zu haben.

Jared, königlicher Hofastronom außer Dienst

 

Werter Meister Willibald,

 

Ihr habt mir da eine sehr interessante Frage gestellt.

Wenn man das Auftreten des roten Kometen verfolgt, dann kann man eine grundsätzliche Ausrichtung der Gestirne erkennen, die immer ähnlich ist. Taurus steht über den Kykladen. Diese Konstellation dürfte in etwa alle 200-300 Jahre eintreten. Wenn meine Berechnungen stimmen, so tritt allerdings innerhalb des nächsten Jahres eine ganz außergewöhnliche Konstellation auf – der Mond schiebt sich genau an die Stelle des Kometen. Dafür besteht nur eine winzige Wahrscheinlichkeit so dass dies nur alle mehrere Tausend Jahren einmal eintritt. Ob die beiden sich zu einem Gestirn vereinigen?

Was das mit dem gehäuften Auftreten von Sternschnuppen hier in unserer Gegend zu tun hat, vermag ich euch nicht zu sagen.

 

Ich hoffe euch geholfen zu haben.

Jared, königlicher Hofastronom außer Dienst

23.01.2012 - Recherchen des unermüdlichen Anselm von Richtbergen

 

Henoch:

Das bekannte Buch Henoch ist nicht von ihm selbst geschrieben sondern ihm von der Kirche untergeschoben. Er hat in Wahrheit nur 5 Fragmente geschrieben, die alle verschollen sind.

 

Henoch:

Die 5 Fragmente schrieb er nicht selbst, sondern diktierte sie seinem Sohn in seinen Träumen.

 

Henoch:

Henoch verließ die Erde aus dem Tempel in Jerusalem, aus dem er direkt zu den Engeln im Himmel stieg.

 

Sternbild Seestern:

Es ist gar kein Sternbild, sondern eine Projektion von irgendetwas auf der Erde.

 

Sternbild Seestern:

Es ist nur "im Schein des roten Kometen" zu sehen

 

Sternbild Seestern: Es gleicht dem "Elder Sign", dem Zeichen der Aramäer, des 13. Stammes der Juden.

 

St. Urban:

Er war kein Christ, sondern Jude.

 

Engel:

Es gibt sieben von ihnen. Sie heißen auch Benei Ha-Elohim oder Grigori.

 

Engel:

Engel sind nur Projektionen des silbernen göttlichen Lichtes, nur die acht von Gott Abgefallen hatten wirkliche Menschengestalt.

 

Engel:

Die Engel zeugten Kinder mit Menschenfrauen und ihre Leiber wurden deshalb von Gott in die Hölle verstoßen.

 

Regionale Geschichte

Die Inthronisierung des Bulweis von Brünn fand am 16. März 1045 statt.

 

Komet

Der rote Komet erscheint in Zyklen von ca. 1.000 Jahren über der Welt.

 

Komet

Der rote Komet erlischt und bleibt dunkel für längere Zeit über der Welt. Irgendwann leuchtet er plötzlich in einer gewaltigen rot-gleißenden Eruption auf und setzt seine Reise fort und verschwindet.

 

Legio Fulminata

Der einzige belegte Vorstoß der Römer in Böhmen war der einer Hilfskohorte des 2. Manipels der 4. Centurie der Legion Fulminata, die wohl durch Böhmen zog.

 

Sternzeichen Seestern
Sternzeichen Seestern
Inschriften Brutus-Grab
Inschriften Brutus-Grab
Bilder Brutus-Grab
Bilder Brutus-Grab

23.01.2012 - Brief des Robert von Mosleme

 

Lieber Falk,

 

die Schriftrolle des Römers ist wohl tatsächlich ein Fragment des Henoch.

Ich hatte dir von der Frau erzählt. Sie muss eine Tangeri sein, sie wurde am 8. Juni 1054 geboren und die drei Zeichen sind alle da.

In Gottes Namen, wir können nichts für sie tun.

Leider ist sie die Ehefrau von Ritter delaVivar, meinem treuesten Begleiter.

Sie ist eine lebenslustige Person, die gerne und gut tanzt, auch wenn sie dabei unkeusch ihre Knöchel zeigt.

Er will es selber tun, er sagt er kann nicht leben ohne sie und will ihr ins Jenseits folgen. Wahrhaftig ein aufrechter und guter Mann.

Von Vorteil ist, dass es dann einen Prozess und ein Urteil geben wird. Sancho I. Ramirez würde nicht begeistert sein, wenn seine Tochter ungesühnt bliebe.

Hier im Kloster ist ein junger Justiziar namens von Reitlingen, der auf dem Wege zu seinem Stiefbruder, einem Peter von Amiens ist. Der wird für ein offizielles Urteil sorgen.

DelaVivar besteht darauf, dass sie nicht an seiner Seite beerdigt wird, sondern in einem eigenen Grab am Kirchenanger. Mit Aufschrift E. A. – nun, wenn das sein Wunsch ist..

Ich habe einen Herumtreiber namens Willibald gefunden, der für uns auf die Suche gehen wird.

Ich werde wohl bald das Kloster verlassen und ins heilige Land ziehen, um mit Gottes Hilfe mehr zu erfahren.

Lebe wohl

Robert

 

23.01.2012 - Skizze des Lebens des Brutus Livius Vespania

 

Brutus Livius Vespania Sohn des Marcellus Agripa Vespania, geboren in Rom, machte eine steile Karriere in der römischen Armee. Er stieg bis zum Stellvertretenden Legaten der XII Fulminata auf. Wurde 66 n.Chr. am Vorabend des Sturms auf Jerusalem als Parlamentär zu den jüdischen Hohepriestern in die Stadt geschickt. Kam zurück und versuchte den Angriff zu verhindern. Weigerte sich, selbst daran teilzunehmen. Wurde strafversetzt in eine Hilfskohorte. Führte mit ihr auf eigene Faust einen nicht genehmigten Erkundungsmarsch nach Osten. Weiteres Schicksal unbekannt.

09.01.2012 - Brief des getöteten Kundschafters

Dem Peter von Amiens

Elender Abschaum,

ich habe erfahren dass ihr sehr wohl etwas gefunden habt. Ihr habt mich hintergangen und mein Vertrauen ausgenutzt. Ohne mich wäret ihr nichts und euer Plan nur ein Hirngespinst. Der Kreuzzug hätte nie stattgefunden.

Ihr werdet sofort zu mir kommen und mir die Wahrheit sagen. Was immer ihr dort gestohlen habt - es ist mein Eigentum. Ihr werdet mir alles aushändigen. Bis dahin werde ich Stillschweigen bewahren wie bisher auch schon.

Solltet ihr meinem Befehl nicht nachkommen, dann werde ich Mittel und Wege finden euch zu vernichten und mir zu holen, was mein ist. Ihr werdet exkommuniziert und man wird euch wie einen Hund jagen.

Seine Heiligkeit, Urban der II.
zu Rom am 10. Juno des Jahres des Herren 1099.

12.12.2011 - Notizen von Peter von Amiens aus dem Baranierkloster

 

Tatsächlich - sie hat etwas mit der Arche zu tun.

 

Ist das wirklich wahr? Das kann nicht sein!!!

Mit einem Streich Herr über die Gedanken der gesamten Welt. Was für eine Offenbarung. Was für eine Macht. Niemand könnte mehr gegen die heilige Kirche bestehen.

 

Heilige Schrift Exodus 2. Moses 25,10 – so muss sie also aussehen. Aber gebaut hat sie wohl Noah.

 

1050 v.D. Philister bei Schlacht von Aphek.

586 v.D. Nebukadnezar/Babylonier plündern Tempel.

König David erobert sie zurück?

66 a.D. Brutus??? Hat er sie alle versteckt?

453 Linie der Tanach erlischt?

 

Heilige Schrift Joshua 3 – Hohepriester. Tanach heißt Hohepriester.

 

Zuerst muss ich mit Gottes Hilfe das Aramäische lernen.

 

Ich muss nach Gallys, vielleicht kann ich einen Handel mit dem Filius Gregori schließen…

 

Karte aus dem Holz-Turm
Karte aus dem Holz-Turm

28.11.11 - Abschrift der Gerichtsakte de Santa Díaz dela Vivar

 

Hiermit ergeht im Namen des Barons folgendes Urteil:

 

Ritter Enrico de Santa Díaz dela Vivar wird wegen des niederträchtigen und frevelhaften Mordes an seiner jungen Frau, geboren am 8. Juno des Jahres des Herrn 1054 zum Tode durch Vierteilen verurteilt.

 

Der Angeklagte ist geständig. Als Beweislage liegt das Haupt der ermordeten Frau vor. Es ist mit einem Schwerte vom Rumpf getrennt und die Haut von ihm abgezogen.

 

Auf Bitten des Robert von Mosleme wird das Urteil in Tod durch Enthaupten umgewandelt.

 

Der Junge namens Rodrigez wird mit Ritter Ignazius della Balearia nach Spanien geschickt und soll dort als dessen Knappe erzogen werden. Dafür erhält er als mildtätige Gabe 15 Silberlinge von Abt Robert.

 

Gez.

Georg von Reitlingen

Justiziar

Kloster Gallys im Jahre des Herren 1074

 

28.11.11 - Tagebuch Des Pfarrers Wolf von St. Clement

 

Freitag 13. Juni des Jahres 1054

Letzten Sonntag sah ich einen hellen Kometen am Himmel. Das Volk sagt, er wäre in der Gegend herniedergefahren.

 

Im November 1092

Was für eine glückliche Fügung. Der Bauer Weisshaupt ist beim Pflügen auf einen silbernen Gegenstand gestoßen. Er kam zu mir und fragte, was er tun sollte. Ich ging mit ihm hinaus auf die Felder und er hob ihn aus der Erde. Es war ein seltsames Ding, silbern wie Metall und doch fast flüssig. Wir kamen überein, dieses Objekt erst einmal in der Kirche zu lagern.

 

Im Juli 1093

Weisshaupt wird langsam lästig. Dauernd erkundigt er sich nach dem Kometen und fragt mich aus.

Seine neueste Idee ist, dass er vom Schmied im Dorfe eine Hülle für ihn erstellen lassen wolle.

 

September 1093

Hätte ich nur nie zugestimmt. Er hat seinen Hof verkauft um eine möglichst kostbare Statue schmieden zu lassen. Herausgekommen ist aber eine Figur, hässlich wie die Nacht finster. Mir wird ganz unwohl dabei. Eine Art Mensch aus dessen Kopf ein mächtiges Geweih wächst, das aber seltsam geformt ist und der so etwas wie Flügel am Rücken hat.

 

Januar 1094

Nun habe ich ihn schließlich doch aufgenommen. Er hat die ganze letzte Woche im Schnee vor der Kirche geschlafen und sagt er will über den Semjasa wachen.

Ich lasse ihn als Diener bei mir in der Kammer unter der Krypta schlafen.

 

Mir ist wieder eingefallen, woher ich den Namen kenne. Bruder Rainald aus dem Kloster Gallys hat ihn bei der großen Versammlung der Filii Gregori am Rande erwähnt. Er ist wirklich nicht umsonst ist er unser hiesiger Generalvikar. Er ist wirklich der belesenste Mensch, den ich kenne.

 

April 1095

Nun ja, er macht sich zumindest nützlich, aber er will überhaupt nicht mehr das Gelände der Kirche verlassen, sondern bleibt immer nur hier.

 

August 1096

Er macht einen zunehmend wirreren Eindruck. Manchmal weiß er schon gar nicht mehr, wie er heißt. Außerdem will er Aramäisch lernen, obwohl der arme Tor noch nicht einmal Lesen und Schreiben kann! Er hat Bruder Rainald bei seinem Besuch solange bestürmt, bis er ihm zumindest die Zeichen aufmalte.

 

19. März 1097

Heute ist etwas Seltsames passiert. Weisshaupt sagte Gott der Herr sei ihm im Träume erschienen (der eitle Tor!).

Ich habe ihn natürlich ausgelacht.

Er ließ sich aber nicht beirren: Er habe ihm eröffnet, dass in Bälde die Stadt zerstört würde und zeigte ihm einen Ort hinter der Kirche, an dem ein Dukaten versteckt sei. Wir sollten diese nehmen und mit der Statue fliehen.

So ein Schwachsinn.

 

23. März

Ich kann es nicht glauben.

Er hat tatsächlich angefangen zu graben. Und das völlig Unmögliche ist geschehen. Er ist wahrlich auf die Goldmünze gestoßen! Sie war in einem alten Kupferkessel, zusammen mit einigen weiteren Münzen und Gegenständen aus der Zeit der Hunneneinfälle.

Er schreit die ganze Zeit herum, dass Gottes Wille geschehen müsse. Aber er hat ganz sicher nicht mir, einem geweihten Priester zu sagen, was dieser Wille ist!

 

12. April 1097

Gott stehe uns bei, die Magyaren greifen an.

 

07.11.11 - Notiz aus den Kleidern des Brutus (29)

Werter Abt Serafin,

wie zu Worms disputiert haben die armen Ritter Christi vom Schreine Salomons wohl die Wahrheit gesagt. Also bitte ich euch eindringlich, eure Werke zu durchforsten, damit kein Fragment der verbotenen Schriftrollen auf Erden verbleibet.

Tuet es derselbst oder nur durch einen eurer Brüder, dem ihr trefflich trauen könnet – ihr wisset um die teuflische Gefahr!

Auf das niemand Schaden nehme durch den falschen Propheten und seine Verlockungen aus Neugierde oder Wissensdurst.

Gez. Peter von Amiens in der heiligen Stadt im Jahre 1100 des Herren

 

17.11.11 - Fragment des gesprungenen Brutus
17.11.11 - Fragment des gesprungenen Brutus

17.10.11 - Sage vom Riesengebirge (28)

Vor langer langer Zeit kam der böse Magier Herr Aram ins Gebirge. Er konnte nicht mehr schlafen denn er träumte immer und immer wieder vom Lande der Riesen. Im Lichte des Mondes und der Sterne weckte er den schlafenden Riesen Rübenszahml.

Er gab ihm einen Trank aus einer silbernen Karaffe. Doch der Riese rülpste nur und verschlang ihn dann mit Haut und Haaren.

Schon nach kurzem hatte er wieder großen Hunger und er rief die Menschen in den Dörfern in der Nacht, so dass sie zu ihm kamen und sich fressen ließen. Bald schon war der ganze Landstrich öde und leer und alle Häuser verlassen.

Da kam ein staubbedeckter Wanderer aus einem entfernten Lande hinter dem Horizont. Er trug einen Turban und war gar seltsam anzusehen, mit dunkler Haut aber ohne Fehl und Tadel.

Und er schlich sich zum dem Riesen, als der darniederlag und steckte ihm zwei Balken aus Holz in den Hals, so dass er nicht mehr atmete und sein Blut still stand. Und er verfügte dass niemand mehr den Riesen wecke, auf das ein jeder wieder ruhig schlafen könne in der Nacht.

Und so kam es und bald blühte das Leben und Mütter kamen mit ihren Kindern und die Väter reparierten die leeren Häuser und der Fremde mit dem Turban sah dass er recht getan hatte und legte sich nieder um zu schlafen.

 

17.10.11 - das Wirken des St. Urban

Aufgezeichnet von Bruder Ignazius, Gottes Diener, im Jahre 1098 anno Domini.

Und m Jahre 452 begab es sich, dass es bei dem kleinen Ort Valhalla-Heim zur Schlacht mit den heidnischen wilden Hunnen kam. Doch die Truppen des Herrn wurden durch die erdrückende Übermacht vernichtend geschlagen. Die Leichen der Erschlagenen blieben unbestattet auf dem Schlachtfeld liegen.

Es war Roi, der Hetmann des schrecklichen Mogul Attila, dem von diesem befohlen ward, die gefallenen Barbaren-Reiter auf einem kleinem Hügel nahe des Schlachtfeldes zu begraben, während die Hauptmacht der Horde weiterzog.

Als er die Grube schon tief ausgehoben hatte, fand er dort eine riesige steinerne Platte mit einem silbrig glänzenden Zeichen - wie ein Zweiglein einer Linde, aus dem drei und zwei kleine Ästlein herauswuchsen.

Nun begrub er die Gefallenen doch nicht, sondern ließ die Leichen hastig verbrennen und verbot bei Todesstrafe sich dem Hügel zu nähern. Er zerbrach die Platte und nahm das Silber an sich.

Doch Gott der Herr legte einen Fluch auf ihn, um ihn zu strafen für die Gläubigen, die er getötet hatte und ohne Sakramente im Wald verrotten ließ. Böse Träume und üble Gedanken fingen an ihn zu plagen, so dass er immer weniger schlafen konnte und wirr redete und er wurde zu einem Schatten seiner selbst.

Und der Wahnsinn ergriff Besitz von ihm, er ließ sich Roi ben Saha-Maha-El nennen und sprach davon, auf seinen Flügeln ins Reiche des Moguls davonzufliegen.

So flohen den Besessenen seine Krieger und verließen die dunkle Stätte. Doch auch das einfache Volk der Gegend wurde von allerhand furchtbaren Alben geplagt, die ihm allen Mut zum Leben nahm und die Menschen den Tode herbeisehnen und suchen ließen. So floh alles Volk, das in der Gegend lebte bis diese wie leergefegt war.

Doch St. Urbanus aus den heiligen Landen, der mit den Tieren sprach und die Pflanzen und alle Lebewesen liebte, hörte von dem Leid und machte sich sofort auf, um Gottes Ordnung im Lande wieder herzustellen.

Da bekam der Roi solche Angst, dass er sich selbst in einen Abgrund warf bevor er noch da war. So zerschellte er und sein unwürdiges Leben war ausgehaucht. Und er bannte den Fluch mit einem Kreuze aus geweihtem Eichenholz und

in Gottes Namen nahm er das Silber und formte einen silbernen Rosenkranz und ein Kruzifix daraus und befahl über die Stätte zu wachen. Nach dieser Tat verließ ihn alles Leben und er verschied als Heiliger und stieg auf zu Gott dem Herren. Seine letzten Worte waren „Wachen soll der, der von reinem Blute ist.“. Und die Rehe weinten und die Spatzen trauerten.

 

08.08.2011 - Brief bei totem päpstlichen Soldaten

Wohlan, wir werden wie mit dem Schwure besiegelt, mit Gottes Hilfe am Tage des Turniers zuschlagen und Falk, diesen Hund, vor seinen Schöpfer treten lassen. Haltet euch bereit und seid wachsam. Wir müssen verhindern dass die Schriften in falsche Hände fallen.

Wohlan, wir werden wie mit dem Schwure besiegelt, mit Gottes Hilfe am Tage des Turniers zuschlagen und Falk, diesen Hund, vor seinen Schöpfer treten lassen. Haltet euch bereit und seid wachsam. Wir müssen verhindern dass die Schriften in falsche Hände fallen.

Wohlan, wir werden wie mit dem Schwure besiegelt, mit Gottes Hilfe am Tage des Turniers zuschlagen und Falk, diesen Hund, vor seinen Schöpfer treten lassen. Haltet euch bereit und seid wachsam. Wir müssen verhindern dass die Schriften in falsche Hände fallen. 

08.08.11 - Schenkungsurkunde aus Baranier-Kloster (22)

Hiermit verfüge ich, Gero Graf von Wilders, so wahr mir Gott helfe, wie folgt:

Mein Hab und Gut, meine Grafschaft, meine Ländereien und alles an Mensch und Tiere schenke ich der heiligen Mutter Kirche zu Gottes Wohlgefallen.

Dafür soll gehalten werden eine Messe für den Eingang meiner Seele und die der meinen in Gottes Reich an jedem Sonntag und eine Kirche soll errichtet werden über meinem Grabe in der Stadt Wehrheim.

Meiner Familie und all meinen Nachfahren soll das Stadtschloss in Wehrheim verbleiben als Stammhaus und Trutz.

Im Jahre 1098 des Herrn

Gero von Wilders

Bezeuget in der Kirche zu Wehrheim

Abt Gregorius von Brünn

Theoderich von Igelsheim

Pietro di Milano

Ritter Etzel von Gallys