Tagebuch Session 18, verfasst von Matilde
Mysteriöse Ereignisse und das Rätsel von Vallheim
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7. April

... der Esel schnauft, meine Füße brennen... die unfassbraren Erlebnisse am Druidenhügel sind jetzt 1.5 Tage her. Es ist Nachmittag, die Sonne scheint etwas verschlagen, wir befinden uns in einer hügeligen Einöde... Ottokar geht vor, der Rest folgt ihm wortlos...

Da, ein lautes Knacken, ein Fluchen, - wir erschrecken, zucken zusammen... Es ist bloß der Minenangestellte Ulrich, der gerade mit einem mit Erz geladenen Wagen auf dem Weg von der Mine nach Igelsheim ist.

Ulrich berichtet uns, dass es in der Bergmine einen Überfall gegeben habe, dass es einen Toten gab... Die Männer, die die Mine überfallen haben sollen gut gekleidete Soldaten, vermutlich englischer Herkunft gewesen sein. (Ihre Uniform sowie ihre Standarte wies eine Sonne auf, wie es einst die nach einem Überfall auf Igelsheim von fremden gehisste Fahne aufwies ...!) Die Minenarbeiter haben sich im Bergwerk eingeschlossen und waren somit in Sicherheit vor den Soldaten. -- 10 Tage dauerte die Belagerung der Mine, dann verließen die Soldaten fluchtartig den Ort.

Wir verabschieden uns von Ulrich uns wünschen ihm eine guten Weg nach Igelsheim sowie ein schönes Wiedersehen mit seiner geliebten Frau Gerda.

Wir beschließen, trotzdem das Rätsel um die ausgebliebene Erzlieferung aufgeklärt scheint, trotzdem den mehrstündigen Weg auf uns zu nehmen und in der Mine nach dem Rechten zu sehen.

An einer idyllisch gelegenen Stelle am Fluss machen wir Rast und bereiten das Nachlager vor. Ich beschließe meine schmerzenden Füße etwas zu kühlen und laufe zum Fluß... Gerade tritt Linderung meiner Fußschmerzen durch das kalte Wasser ein, da erblicke ich auf der gegenüberliegenden Seite im Gestripp eine Frauenleiche...

Ich kann einen Schrei nicht unterdrücken, und so eilen die Gefährten zu mir... die Leiche wird aus dem Wasser gezogen...

Es handelt sich um eine sehr junge Frau... Obwohl Anblick und Geruch furchterregend sind, beschließe ich, mein Wissen zu nutzen und die Leiche etwas genauer zu untersuchen...

Entsätzlich! Das Mädchen schien an den Pocken erkrankt und der Krankheit erlegen... Ihr Mund ist voll mit pechschwarzer, frischer Erde. Offensichtlich wenige Stunden nach ihrem Ableben hat man ihr das linke Ohr abgetrennt, das linke Auge herausgerissen sowie die linke Hand brutal abgehackt - und: das Herz  wurde herausgerissen...

Trotz Proteste einiger Genossen setze ich mich dank Anselms Hilfe durch und die Leiche wird verbrannt...

***

Als wir schließlich in der Mine ankommen, finden wir nichts ungewöhnliches vor, alles geht seinen Gang. Als wir mit dem Erzminenleiter speisen, erzählen wir von unseren Erlebnissen am Fluß und fragen, an welchen Dörfern flussaufwärts dieser Fluss wohl entlang geht, denn wir müssen wissen, was es mit dieser Leiche auf sich hat...

Glücklicherweise kennt der Erzminenleiter sich aus und kann uns einen Tipp geben. Und so machen wir uns wieder auf den Weg – nach Vallheim...

***

Wir kommen in einem kleinen Dorf an, Anselm zählt für mich 10 Hütten. Wir fragen nach dem Dorfhöchsten und erfahren, dass das der hochgeschätzte Hochwürden Tanchus ist, den wir bei der einer Kapelle hoch oben auf einem Hügel finden können...

Wir steigen hinauf zu der Kapelle, passieren einen merkwürdigen, extrem starken, stemmigen Mönch und finden schließlich den -für meine Verhältnisse extrem eingebildeten und von sich überzeugten - Hochwürden Tanchus...

Wir erfahren, dass Vallheim nicht mehr zu unserem Besitz gehört, sondern zum Besitz des Grafen von Wilders, der vor 2 Jahren von Magiaren getötet wurde...

Franken beschließt, sich das Gebiet um die Kapelle herum näher anzusehen. Ich bleibe zunächst bei Anselm und Hochwürden Tanchus, die sich sofort in eine philosophisch-religiöse Grundsatzdiskussion, der ich nicht folgen kann, verstricken...

Schließlich bringen wir in Erfahrung, dass es sich bei der Leiche im Fluss vermutlich um die vor 4 Tagen beerdigte, 15jährige Helene handelte, die den Pocken erlegen war...

Wir wollen das Grab sehen und als wir mit Hochwürden Tanchus auf den Friedhof gehen wollen, kommt uns Franken blutüberströmt entgegen...

Franken berichtet, dass als er den Friedhof betreten hat, er ziemlich schnell ein wünderschönes Grab mit bunt blühenden Primeln erblickte und dort niederkniete. Plötzlich wurde er hinterrücks von einer Gestalt mit einem Monument versucht zu erschlagen. Franken konnte nur knapp dem Tod entkommen, wurde aber zum Teil getroffen... Die Gestalt versuchte sodann mit einer Axt auf den verletzten Franken einzuschlagen, aber Franken gelang es glücklicherweise rechtzeitig seinen Dolch zu ziehen und die Gestalt tief in Bauch und Hals zu stechen und so zu töten...

Wir können kaum glauben was uns da berichtet wird. Als wir auf den Friedhof kommen, identifiziert Hochwürden Tanchus die getötete Gestalt als den Mönch Noelis, der als kleiner Junge bei ihm abgegeben wurde und seither bei Hochwürden Tanchus lebte...

Warum das Grab nach nur 4 Tagen so schöne blühende Primeln hervorbringt, bleibt ungeklärt.

Wir haben viele Fragen an den etwas verwirrt und getroffen wirkenden Hochwürden Tanchus und bringen in Erfahrung, dass ein kleines Mädchen namens Martina ein sehr enges Verhältnis zu dem stämmigen Noelis gehabt habe und ihn sogar einst mit einer Puppe beschenkt haben soll...

Wir werfen noch eben einen Blick in das Schlafgemach von Noelis, wo wir zwar wirklich eine Puppe, aber sonst nichts weiter auffälliges vorfinden. Die Puppe nehmen wir an uns und verabschieden uns dann von Hochwürden Tanchus, der Noelis neben der Kapelle auf dem Kirchhof aufbahrt und mit der Totenwache beginnt...

Im Dorf begegnen wir zufällig der kleinen Martina, die aufgebracht ist , da sie das Gerücht gehört hat, dass Noelis tod sei... Sie führt uns zu ihrer Schwester Dominika, einer sehr herzlichen Persönlichkeit. Dominika bestätigt uns, dass es sich bei der Puppe um "Lydia" handelt, die die kleine Martina einst Noelis geschenkt hat, damit dieser nicht so traurig ist, dass er immer von allen verspottet wird. Dominika bietet uns sogar einen Schlafplatz in ihren Ställen an.

Wir nehmen das Angebot von Dominika dankend an, wollen jedoch in Wirklichkeit herausfinden, ob sich jemand nachts dem mysteriösen Grab von Helene nähert und machen uns abends unauffällig zur Kapelle auf. Obwohl Vollmond ist, können wir bei dem herrschenden Regen und Sturm wenig erkennen...

Wir sind gerade wenige Meter von Dominikas Ställen entfernt, da hören wir einen jämmerlichen Schrei aus dem Dorf. Die Tiere sind allesamt unruhig, wir hören Schafe, Kühe und Pferde; Karnickel flitzen in ihre Baus...

Wir erblicken ein brennendes Haus aus dem eine Person rennt, der ein Arm herausgerissen wurde... Die Person wimmert noch kurz, fällt dann zu Boden und ist tod...

Ein Riese erscheint und wirft einen 200kg-Balken nach Anselm und mir. Wir können zwar zwar rechtzeitig entweichen, werden aber trotzdem mäßig verletzt.

Ich bin ganz erstarrt, meine Schulter schmerzt unheimlich. Ottokar greift mich und flieht mit mir in die Kapelle; Franken bleibt bei Anselm.

In der Kapelle befinden sich noch andere Dorfbewohner; Hochwürden Tanchus hält eine ungewöhnliche Art der Messe ab, die wohl mehr der Teufelsaustreiberei dienen sollte... - Hochwürden Tanchus scheint wie ausgewechselt...

Plötzlich treffen Anselm und Franken, die von dem Riesen verfolgt wurden, in der Kapelle ein... Sie schaffen es gerade in die Kapelle und sogleich wird die Tür verschlossen...

Wir stimmen das Vaterunser an um der unheiligen Messe des wie besessen wirkenden Hochwürden entgegenzutreten...

Wir hören gerade ein Kratzen an der Mauer der Kapelle, da entflammt plötzlich das Kreuz Jesu, Blut strömt aus... - und sodann springt eine verwucherte, riesige Gestalt hinter dem Kreuz hervor und geht auf uns los...

... und dann ging alles ganz schnell ... ich kann mich kaum noch an Einzelheiten erinnern... inzwischen hatte ich durch meine Verletzung schon sehr viel Blut verloren und alles wirkte surreal...

... ich erinnere mich, dass viele Leute die Flucht aus der Kapelle ergriffen haben, Schreie, Wimmern, der Gestank von brennendem Holz, Blut, modernden Leichen... Franken hat Hochwürden Tanchus getötet, ... irgendwie habe ich es geschafft, dass die Riesengestalt mich nicht getötet hat, aber ich weiß nicht mehr wie, ... Anselm stand irgendwann mal mit dem brennenden Kreuz Jesu in der Hand da... irgendwann lag die Riesengestalt tod am Boden...

- es war NOELIS  [...]


Was ist noch in Vallheim passiert? (Anmerkungen des Meisters)

Schäden: ein Haus niedergebrannt, neben Tanchus und Noelis noch drei Leute tot. Einige andere verletzt und alle mehr oder weniger geschockt.

Unter den Dörflern gehen Gerüchte rum: Noelis war schon immer vom Teufel besessen. Tanchus hat versucht ihn lebendig zu begraben. Dafür hat er furchtbare Rache genommen. Die Geschichte war zwar furchteinflößend, es ist aber alles mit rechten Dingen zugegangen. (wenn jemand Zweifel äußert - alles andere lag an den Lichtverhältnissen und der Panik)

Ihr werdet allgemein als Retter gefeiert und hütet euch davor (?) den wahren Hintergrund aufzuklären.

Die Kirche ist entweiht, es wurde im Kampf Blut vergossen, Menschen sind dort gestorben und unheilige Sachen vorgefallen.

Es stinkt nach Verwesung und das Kreuz hat sich in den Boden eingebrannt.

Ihr habt sie versiegelt und zugenagelt. Anselm hat vielleicht noch ein Gefahren-Zeichen an die Türe gemalt und ein Schriftstück zur Warnung hinterlassen. Die Dörfler zumindest wollen sie nie wieder betreten

Das Pfarrhaus hat am meisten gelitten, aus der Asche war nicht mehr viel zu holen, nur das griechische Buch, aus dem Pater Tanchus rezitiert hat, war in der Kirche und ist nicht verbrannt. Das kann Anselm mitnehmen, die Dörfler brauchen das nicht.

Es wird noch ein Bote zu Sieur Armand geschickt, um ihn über die Vorfälle zu informieren und Anweisungen/Hilfe anzufordern.

Mathilde sieht noch nach der Mutter und Schwester der Toten mit den Pocken und kann ihnen durch Kräutertränke und gemurmelte Genesungssprüche auf den Weg der Besserung bringen. Dominica dankt ihr vielmals und verabschiedet euch herzlich.

Die kleine Martina ist als einzige traurig, dass Noelis tot ist..

To be continued..